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Oberstes Gremium der Zahnärzteschaft Sachsen-Anhalts fordert mehr Wertschätzung

Oberstes Gremium der Zahnärzteschaft Sachsen-Anhalts fordert mehr Wertschätzung

Mit einer Resolution hat die Kammerversammlung der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt als höchstem Gremium des Berufsstandes bei ihrer Herbstversammlung am 26. November 2022 in Magdeburg mehr Wertschätzung und eine Sicherung ihrer freiberuflichen Tätigkeit gefordert. In dem einstimmig verabschiedeten Papier betonten die Delegierten der Kammerversammlung die Rolle der inhabergeführten zahnärztlichen Praxen als Rückgrat einer wohnortnahen, flächendeckenden zahnmedizinischen Versorgung von Patientinnen und Patienten in Deutschland, die trotz fehlender Unterstützung auch während der Corona-Pandemie aufrecht erhalten blieb.

 

Vor dem Hintergrund der aktuellen Inflation und steigender Energiepreise seien die Praxen und damit auch die zahnärztliche Versorgung in Sachsen-Anhalt erneut massiv gefährdet. Die Kammerdelegierten forderten deshalb von der Bundes- und Landespolitik eine sofortige Anpassung der seit 1988 unveränderten Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ), die Rücknahme der Budgetierung zahnärztlicher Leistungen im kürzlich verabschiedeten GKV-Finanzstärkungsgesetz und echten Bürokratieabbau. Ebenso einstimmig wurde das Bundesgesundheitsministerium aufgefordert, die Beschlüsse der Sachsen-Anhalt-geführten Gesundheitsministerkonferenz umzusetzen und gegen die ungezügelte Ausbreitung investorengeführter und renditeorientierter zahnärztlicher Medizinischer Versorgungszentren (iMVZ) vorzugehen. Außerdem forderten die Delegierten die Landesregierung sowie Landkreise und Kommunen dazu auf, für die flächendeckende Aufrechterhaltung der zahnärztlichen Notversorgung in Krisenzeiten vorzusorgen. Hier fehle es an geeigneten Räumlichkeiten und einer Notstromversorgung.

Die Delegierten machten außerdem den Weg frei für eine nach 20 Jahren notwendige Erhöhung der Kammer-Mitgliedsbeiträge und votierten für eine Anhebung sowohl der Anwartschaften des Altersversorgungswerkes Sachsen-Anhalt um ein Prozent als auch der Renten um zwei Prozent.

 

Mehr Informationen zu Verlauf und Beschlüssen der Kammerversammlung gibt es in der Dezember-Ausgabe der Zahnärztlichen Nachrichten Sachsen-Anhalt.