News der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt

Coronavirus SARS-CoV-2: Aktuelle Informationen, arbeitsrechtliche Fragen und Risikomanagement für Zahnarztpraxen in Sachsen-Anhalt

Coronavirus SARS-CoV-2: Aktuelle Informationen, arbeitsrechtliche Fragen und Risikomanagement für Zahnarztpraxen in Sachsen-Anhalt

Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung hierzulande durch die neue Atemwegserkrankung aus China ist aktuell hoch. So lautet die Einschätzung des Robert-Koch-Instituts, der zentralen Behörde in Deutschland für Krankheitsüberwachung und -prävention. In Sachsen-Anhalt treten immer wieder weitere Fälle auf. Bei Verdachtsfällen verweisen Sie bitte Patienten an die zuständigen Gesundheitsämter.

 

Corona-Hotline der KZV Sachsen-Anhalt:

Für sämtliche Fragen steht Ihnen ab sofort eine Corona-Hotline (0391 6293-001) zur Verfügung. E-mail-Anfragen können an corona@kzv-lsa.de gerichtet werden. Sie erreichen uns zu unseren Geschäftszeiten am Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 16:00 Uhr und am Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr.

Tel: 0391 6293-001 oder per Mail corona@kzv-lsa.de
sowie unter  https://www.kzv-lsa.de/index.php/coronavirus-informationen-fuer-praxen.html

 

Hinweise zur Beschäftigung der Auszubildenden während der Schließung der Berufsschulen im Rahmen der Corona-Pandemie

(aktualisiert 09.04.2020)

Für die Zeit der Schließung von Gemeinschaftseinrichtungen (hier Berufsbildende Schulen) vom 16.03.2020 bis vorbehaltlich 19.04.2020 gemäß Erlass des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, können Auszubildende grundsätzlich in der Praxis beschäftigt werden. Die Auszubildenden bekommen von den Klassenlehrern oder Fachlehrern der Berufsschule, in unterschiedlichem Umfang, Material und Aufgaben zur häuslichen Bearbeitung. Für den erforderlichen Zeitumfang zur Bearbeitung dieser Aufgaben hat der Ausbildende die Auszubildende im Rahmen der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit freizustellen (in der Praxis oder im häuslichen Umfeld).

 

Soforthilfen für Freiberufler

(aktualisiert 30.03.2020)

Eine derzeit aktuelle Zusammenstellung für Soforthilfen und Zuschüsse finden sie unter folgendem Link  Soforthilfe in Sachsen-Anhalt. Die Zuschüsse werden über die  Investitionsbank Sachsen-Anhalt ausgereicht. Ab Montag (30. März 2020) können sich Unternehmer und Solo-Selbstständige den Antrag auf den Internetseiten der Bank herunterladen. Um die beantragten Hilfen schnellstmöglich auszuzahlen, bündelt die Investitionsbank ihre Kapazitäten. Ziel ist es, die Hilfen innerhalb von wenigen Tagen nach Antragseingang auszuzahlen.

 

Stundung Sozialabgaben

(aktualisiert 27.03.2020)

Wir möchten Sie dringend auf die Möglichkeit für Unternehmen aufmerksam machen, schnellstmöglich die Stundung der Sozialversicherungsbeiträge zu beantragen.
Das Musterformular finden Sie hier: Formblatt SV Stundung

 

AVW-Anträge zur Beitragsbegrenzung möglich

(aktualisiert 26.03.2020)

Antrag auf Beitragsbegrenzung 2020 – Niedergelassene

Infoschreiben AVW zum Antrag auf Beitragsbegrenzung

 

 

Fragebogen zur Selbsteinschätzung – Corona-Virus-Infektion

(aktualisiert 24.03.2020)

Corona-Virus Fragebogen

 

Berechtigungsschein zum Zwecke der Berufsausübung für das zahnmedizinische Fachpersonal

(aktualisiert 20.03.2020)

Muster Berechtigungsschein

 

Kurzarbeitergeld

(aktualisiert 17.03.2020)

Alle wichtigen Informationen zum Thema Kurzarbeit und die Anzeige über Arbeitsausfälle finden Sie auf dieser verlinkten Seite Arbeitsagentur – Thema Kurzarbeit. Eine vorherige Registrierung als Arbeitgeber um die eServices zu nutzen, ist nötig.

Die Anzeige über Arbeitsausfall bitte vollständig ausgefüllt mit ausführlicher Begründung und einer Kopie Ihrer Gewerbeanmeldung, ihres Handelsregisterauszuges und einer Liste aller Mitarbeiter bei die Agentur für Arbeit einreichen, in dessen Bezirk die Lohnabrechnungsstelle liegt.

Praxisinformation zu Kurzarbeit

Vereinbarung Kurzarbeit

 

Behandlungspflicht von Erkrankten

(aktualisiert 16.03.2020)

BZÄK – Behandlungspflicht von Erkrankten

 

 

Fragen und Antworten rund um das Coronavirus

sowie Hygienetipps finden Sie auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA):

https://www.infektionsschutz.de

FAQ Merkblatt Infektionsschutz Coronavirus

Plakat Hygienetipps

Ressourcen-schonenender Einsatz von Masken

Kontaktpersonennachverfolgung bei SARS-CoV-2-Infektionen für medizinisches Personal(aktualisiert 31.03.2020)

 

Informationen der KZBV

KZBV – Coronavirus Informationen für Praxen

 

 

Behördliche Schließung von Kindertagesstätten/Schulen etc.

Wird die Schule, die Kita oder eine vergleichbare Einrichtung geschlossen, gelten für AN folgende Regelungen: Ist das Kind des AN selbst krank, gelten die allgemeinen Regelungen. Ist das Kind nicht selbst krank, ist es regelmäßig dennoch betreuungsbedürftig. Gibt es für den AN keine an-dere Möglichkeit der Betreuung (Großeltern, Freunde, etc.) kann der AN in den Grenzen des § 616 BGB auch in diesen Fällen die Betreuung des Kindes unter entsprechender Lohnfortzahlung durch den AG übernehmen. Sofern die Anwendung des § 616 BGB arbeitsvertraglich oder wegen unverhältnismäßiger Dauer ausgeschlossen ist, ist eine gemeinsame Lösung von AG und AN zu empfehlen. Hier ist an die Inanspruchnahme von Urlaub durch den AN oder die unbezahlte Freistellung des AN zu denken.

Arbeitgeber müssen nach § 616 BGB, wenn diese Regelung nicht vertraglich ausgeschlossen wurde, eine „… verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit“ (kaum länger als 5 Tage) weiter Lohn zahlen; dies allerdings nur unter der Voraussetzung, dass das Kind nicht anderweitig, beispielsweise von anderen Familienmitgliedern, betreut werden kann. Erst dann, wenn alle Möglichkeiten erschöpft sind, kann man vom Arbeitgeber verlangen, Urlaub zu erhalten. Alternativ kann man auch unbezahlten Urlaub erhalten.

 

Informationen der DGAZ zur Behandlung von Pflegebedürftigen & chronisch Erkrankten

Für Pflegebedürftige und Senioren mit schwerwiegenden chronischen Erkrankungen besteht ein besonders hohes Risiko an Corvid-19 zu erkranken. Die DAGZ empfiehlt deshalb, derzeit auf zahnmedizinische Routineuntersuchungen und -behandlungen in der aufsuchenden Betreuung insbesondere in Alten- und Senioreneinrichtungen zu verzichten und sich in Absprache mit den Einrichtungen, Pflegenden und Angehörigen auf Notfallbehandlungen zu beschränken. Viele Einrichtungen sind derzeit bestrebt, die externen Kontaktmöglichkeiten zu den Pflegebedürftigen auf ein Minimum zu beschränken. Die DGAZ empfiehlt die Einrichtungsleitungen hierin zu unterstützen und die Infektionsgefahr für Pflegebedürftige so klein wie möglich zu halten.

Bleiben Sie gesund!

Der Vorstand der DGAZ

 

Verdienstausfall bei Quarantäne

Bei einem Verdienstausfall bedingt durch Krankheiten können Betroffene einen Antrag auf Erstattung (Verdienstausfallentschädigung nach Paragraf 56 Infektionsschutzgesetz) stellen. Den Antrag können Arbeitnehmer, Selbstständige und Arbeitgeber für ihre Arbeitnehmer stellen.Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen des Landesverwaltungsamt:

LVwA Antrag

 

Weitere aktuelle Informationen erhalten Sie hier:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

 

Informationen zum Risikomanagement erteilt die Bundeszahnärztekammer in diesem Dokument:

Stellungnahme BZÄK

 

 

Arbeitsrechtliche Problemstellungen

 

Arbeitsrechtliches Informationsblatt für die Zahnarztpraxis

 

Arbeitspflicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
Allein die Angst vor einer Ansteckung entbindet Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht von ihrer arbeitsvertraglichen Pflicht, ihre Arbeitsleistung zu erbringen. Ein eigenmächtiges Fernbleiben von der Arbeit ist nicht zulässig.

 

Auskunftspflicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
Arbeitgeber sind im Rahmen ihrer arbeitsrechtlichen Fürsorgepflicht gegenüber ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei erkennbaren Risiken verpflichtet, mögliche Ansteckungen durch von Auslandsaufenthalten zurückgekehrte Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer zu verhindern. Insoweit sind Arbeitgeber auch berechtigt, zurückkehrende Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer daraufhin zu befragen, ob diese sich in einer gefährdeten Region oder an einem Ort mit einem deutlich erhöhten Ansteckungsrisiko aufgehalten hat (bspw. Flughäfen, Bahnhöfe, Großveranstaltungen). Die Auskunftspflicht ist auf eine Negativauskunft beschränkt, das heißt, die betreffende Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer muss die Frage lediglich mit „ja“ oder „nein“ beantworten. Über den genauen Aufenthaltsort muss keine Auskunft erteilt werden.

Arbeitgeber können auch eine betriebsärztliche Untersuchung einer zurückgekehrten Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters anordnen, sofern hieran ein berechtigtes Interesse besteht, was insbesondere dann der Fall sein kann, wenn die betreffende Person besonderen Ansteckungsrisiken ausgesetzt war.

 

Freistellung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern
Arbeitgeber können im Einzelfall Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch von ihrer Arbeitspflicht freistellen. Das Suspendierungsinteresse überwiegt regelmäßig dann, wenn Grund für die Annahme einer Erkrankung besteht, die zu einer Arbeitsunfähigkeit führt. Auch eine Gesundheitsgefährdung anderer Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer kann eine Freistellung begründen. Die Fortzahlung der Vergütung für die freigestellte Person beträgt maximal 6 Wochen.

 

Betriebsrisiko
Praxisinhaberinnen und -inhaber tragen grundsätzlich das unternehmerische Betriebsrisiko. Sollte es zu größeren krankheitsbedingten Ausfällen in der Praxis kommen, so ist die Praxisinhaberin oder Praxisinhaber berechtigt, Überstunden einseitig anzuordnen um den Praxisausfall zu kompensieren. Aufgrund der arbeitsvertraglichen Treuepflicht sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesen Situationen verpflichtet, Arbeiten auch über das arbeitsvertraglich Vereinbarte hinaus zu übernehmen. Im Falle von Lieferengpässen, bspw. von notwendiger Schutzkleidung, ist ein Antrag auf Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit zu prüfen.

Vor einem Antrag auf Kurzarbeit wegen Lieferengpässen notwendiger Schutzkleidung, haben Praxisinhaberinnen bzw. -inhaber allerdings alles Zumutbare zu unternehmen, um sich die notwendige Schutzausrüstung zu beschaffen. Für den Fall einer nicht vermeidbaren vorübergehenden Schließung der Praxis ist zu prüfen, ob ggf. eine bestehende Praxisausfallversicherung für die Unterbrechung des Praxisbetriebes aufkommt. Wenn eine Praxisausfallversicherung besteht, ist mit dieser Kontakt aufzunehmen.

 

Behördliche Maßnahmen
Gemäß § 56 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) erhält derjenige, der als Ausscheider, Ansteckungsverdächtiger, Krankheitsverdächtiger oder als sonstiger Träger von Krankheitserregern im Sinne von § 31 Satz 2 IfSG beruflichen Tätigkeitsverboten unterliegt oder unterworfen ist und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, eine Entschädigung in Geld. Das gleiche gilt für Personen, die als Ausscheider oder Ansteckungsverdächtige abgesondert werden (Quarantäne), bei Ausscheidern jedoch nur, wenn sie andere Maßnahmen nicht befolgen können. Hinsichtlich der einzelnen Begriffsbestimmungen wird auf § 2 IfSG verwiesen. Die Entschädigung erfolgt in Höhe des Krankengeldes, das auch die gesetzliche Krankenkasse zahlen würde: Das sind 70 Prozent des Bruttogehalts, aber nicht mehr als 90 Prozent des Nettogehalts. Zudem ist die Summe auf 109,38 Euro pro Tag gedeckelt.

(mit freundlicher Genehmigung der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg)

Zahn(kul)tour macht am 6. Mai Station im Harz

Zahn(kul)tour macht am 6. Mai Station im Harz

Der Harz kam in den vergangenen Monaten kaum raus aus den Schlagzeilen: Waldbesitzer und Nationalpark streiten über die richtige Strategie gegen Borkenkäferplage und Waldsterben, Umweltschützer und Wirtschaftsförderer über eine Seilbahn und Wintersportmöglichkeiten in Schierke. Zwei Dürresommer und zahlreiche Stürme verursachten schwere Schäden im Baumbestand, die dramatisch anzusehen sind. Die Veranstaltungsreihe „Zahn(kul)tour“ (bislang „Dessauer Abend on tour“) macht deshalb am 6. Mai 2020 Station in Schierke. Zusammen mit Dr. Friedhart Knolle von der Verwaltung des Nationalparkes Harz wird es eine einstündige Wanderung in und um Schierke geben, bevor die Gruppe zu Gespräch und Imbiss ins Schierker Café und Restaurant Winkler einkehrt. Treff ist um 18 Uhr am Parkhaus „Am Winterbergtor“ in Schierke. Interessierte Zahnärzte können sich ab sofort unter Angabe von Anschrift und Personenzahl per Mail sage@zahnaerztekammer-sah.de, Fax 0391 73939-20 oder Post (PF 3951, 39014 Magdeburg) bei der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt anmelden. Wir freuen uns auf Sie!

Finanzgericht sucht ehrenamtliche Richter

Finanzgericht sucht ehrenamtliche Richter

Das Finanzgericht des Landes Sachsen-Anhalt sucht über die Berufsvertretungen neue ehrenamtliche Richterinnen und Richter. Die Amtszeit der aktuell tätigen Ehrenamtler endet am 30. September 2020. Ehrenamtliche Richter müssen Deutsche sein, das 25. Lebensjahr vollendet haben und ihren Wohnsitz oder gewerbliche / berufliche Niederlassung in Sachsen-Anhalt haben. Interessierte Zahnärztinnen und Zahnärzte können sich bis Ende Februar 2020 in der Zahnärztekammer melden, Tel. 0391 73939-11.

Förderpreis der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt geht an Dr. Anja Quast aus Göttingen

Förderpreis der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt geht an Dr. Anja Quast aus Göttingen

Die Kieferorthopädin Dr. Anja Quast vom Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Georg-August-Universität Göttingen ist Trägerin des Förderpreises 2019 der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt. Kammerpräsident Dr. Carsten Hünecke überreichte ihr den mit 2.500 Euro dotierten Preis, der neue und praxisnahe Erkenntnisse in der Zahnmedizin würdigt, am 25. Januar 2020 im Rahmen des 27. ZahnÄrztetages Sachsen-Anhalt.

 

Die prämierte Arbeit trägt den Titel „Evaluation prä- und intraoperativer Kondylenposition bei Dysgnathie-Patienten – eine prospektive klinische 3D Studie“. Darin untersuchte Anja Quast gemeinsam mit Johanna Trautmann und Petra Santander die zentrische Kondylenposition von Patienten im wachen und im narkotisierten Zustand. Wie sich zeigte, besteht bei jedem Patienten unter kieferorthopädisch-kieferchirurgischer Therapie das Risiko, den Kondylus intraoperativ in unphysiologischer Position zu fixieren. Insbesondere Operateure mit wenig klinischer Erfahrung sollten daher zur Erreichung eines vorhersagbaren und stabilen Ergebnisses auf Kondylenpositionierungshilfen zurückgreifen, schlussfolgerten die Autorinnen.

Gesunde Kinderzähne im Fokus beim ZahnÄrztetag 2020

Gesunde Kinderzähne im Fokus beim ZahnÄrztetag 2020

Die mittlerweile 27. Auflage des ZahnÄrztetages Sachsen-Anhalt lockte am 25. Januar 2020 deutlich mehr als 150 Zahnärztinnen und Zahnärzte aus Sachsen-Anhalt und den benachbarten Bundesländern ins Dorint Herrenkrug Parkhotel nach Magdeburg. Der wissenschaftliche Leiter Prof. Dr. Dr. Klaus Louis Gerlach, Magdeburg, legte den fachlichen Fokus bei der Gemeinschaftsveranstaltung von Zahnärztekammer und Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der MLU Halle-Wittenberg in diesem Jahr auf das Thema „Kinderzahnheilkunde“.

 

Prof. Dr. Christian Splieth aus Greifswald richtete den Blick auf die Zukunft der Kinderzahnheilkunde, während der Leipziger Prof. Dr. Rainer Haak über klinisch relevante Neuigkeiten aus der Kariesdiagnostik referierte. Ein kurzweiliges „Kontrastprogramm“ zur Zahnheilkunde setzte Festredner Joe Bausch. Der Schauspieler und Gefängnisarzt, bekannt aus dem Kölner „Tatort“, berichtete aus seinem Arbeitsalltag mit schwierigen Patienten unter gefährlichen Bedingungen.

 

Zuvor hatte Kammerpräsident Dr. Carsten Hünecke jedoch die Ehre, die Göttinger Kieferorthopädin Dr. Anja Quast für ihre Forschungen zu Kondylenpositionen mit dem Förderpreis der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt auszuzeichnen. Eine Silberne Ehrennadel für Leistungen um die Zahnärzteschaft erhielt Dr. Michael Hofmann aus Halle (Saale).

 

Wie immer bot das Dorint Herrenkrug Parkhotel für den traditionellen abendlichen Zahnärzteball eine besonders festliche Kulisse. Mehr als 250 Gäste feierten bei festlichem Bankett und Stimmungsmusik bis in die Nachtstunden. Für die Tombola haben sich auch in diesem Jahr Sponsoren gefunden, die tolle Preise stiften. Der Erlös der Tombola kommt dabei in diesem Jahr dem Projekt „Bewegte Kinderherzen“ des VSB 1980 Magdeburg zugute, bei dem ein landesweit einmaliges Sportangebot für herzkranke Kinder organisiert wird.

Noch Restplätze beim ZahnÄrztetag 2020 zur Kinderzahnheilkunde

Noch Restplätze beim ZahnÄrztetag 2020 zur Kinderzahnheilkunde

Die Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt lädt auch in diesem Jahr herzlich zum ZahnÄrztetag ein. Zur 27. Auflage der Tagung, die am 25. Januar 2020 ab 9.30 Uhr im Dorint Herrenkrug Parkhotel stattfindet, konnte der wissenschaftliche Leiter Prof. Dr. Dr. Klaus Louis Gerlach, Magdeburg, wieder zwei herausragende Referenten gewinnen. Zum Thema „Kinderzahnheilkunde“ sprechen Prof. Dr. Christian Splieth aus Greifswald und Prof. Dr. Rainer Haak aus Leipzig. Als kurzweiliges „Kontrastprogramm“ zur Zahnheilkunde erwartet die Gäste der Tagung ein spannender Vortrag des Schauspielers und Gefängnisarztes Joe Bausch, bekannt aus dem Kölner „Tatort“. Wie immer bietet das Dorint Herrenkrug Parkhotel für die Tagung und den abendlichen Zahnärzteball eine besondere Kulisse. Für die Tombola haben sich auch in diesem Jahr Sponsoren gefunden, die tolle Preise stiften. Mit dem Erlös der Tombola wird das Projekt „Bewegte Kinderherzen“ des VSB 1980 Magdeburg unterstützt. Last-minute-Anmeldungen sind möglich bei Stefanie Meyer unter meyer@zahnaerztekammer-sah.de oder Tel. 0391 739 39-14.

Neuer ZahnRat klärt über Volkskrankheit Parodontitis auf

Neuer ZahnRat klärt über Volkskrankheit Parodontitis auf

Sie verursacht keine Schmerzen und kann doch große Gesundheitsschäden verursachen – die Parodontititis. 60 bis 80 Prozent der 35- bis 74-Jährigen in Deutschland leiden an einer chronischen Entzündung des Zahnhalteapparates. Doch was genau ist eine Parodontitis, wie entsteht sie und wie kann man ihr vorbeugen bzw. sie behandeln? Darüber informiert die neue Ausgabe der Patientenzeitschrift ZahnRat.

 

„Eine Parodontitis ist keine Bagatellerkrankung, im Gegenteil: Ein geschädigter Zahnhalteapparat stellt eine gefährliche Eintrittspforte für Bakterien dar. Keime können in die Blutbahn gelangen und in anderen Bereichen des Körpers chronisch-entzündliche Erkrankungen auslösen“, erklärt Dr. Carsten Hünecke, Präsident der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt.

 

Parodontitis erhöht das Risiko für die Entstehung von Herz-, Kreislauf- und Atemwegserkrankungen, Diabetes mellitus, Arthritis, Osteoporose und sogar Alzheimer. „Deshalb befürwortet die Zahnärzteschaft die Einbindung dringend erforderlicher Präventionskonzepte einschließlich der Unterstützenden Parodontitistherapie, der UPT, in den GKV-Leistungskatalog“, ergänzt Dr. Jochen Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt.

 

Der achtseitige ZahnRat liegt kostenfrei in allen Zahnarztpraxen des Landes aus und ist im Internet als PDF zum Herunterladen verfügbar. Weitere Informationen erhalten Sie unter  www.zahnrat.de oder auf Facebook unter www.facebook.com/zahnrat.de.

 

Zum ZahnRat:

Die Patientenzeitschrift ZahnRat wird seit mehr als 20 Jahren gemeinsam von den Landeszahnärztekammern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie der KZV Sachsen-Anhalt herausgegeben. Mit jeder Ausgabe widmet sich der ZahnRat einem zahnmedizinischen Thema.

Seniorenfahrt führt 2020 nach Merseburg

Seniorenfahrt führt 2020 nach Merseburg

Die nächste Fahrt der Ruheständler der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt soll am 6. Mai 2020 stattfinden. Wie der Seniorenbeauftragte der ZÄK, Karl-Heinrich Mühlhaus, mitteilt, soll es dann mit dem Bus in die Domstadt Merseburg gehen, inklusive Führung durch Dom und Domschatz. Nach dem Mittagessen soll die Reise dann weitergehen ins nahe Rittergut Ermlitz mit Führung durch die alte Schloßanlage und Kaffeetrinken. Wie im Vorjahr soll der Reisebus dabei in Magdeburg um 9 Uhr am ZOB starten, eine Stunde später soll der Bus in Halle (Saale) am Busbahnhof eintreffen, von dort geht es nach Merseburg.

Auf der Rücktour am späten Nachmittag steuert der Bus wieder Halle und Magdeburg an. Die Teilnahme an der Fahrt sowie Eintritte und Führungen sind kostenlos, für Begleitpersonen ist ein Unkostenbeitrag von voraussichtlich 10 Euro zu entrichten. Verpflegungskosten hat jeder Teilnehmer selbst zu tragen.

Interessierte melden sich bitte bis 28.02.2020 telefonisch bei Andrea Sage 0391 7 39 39-21 oder per Mail sage@zahnaerztekammer-sah.de.

Merseburg

Kammerversammlung befasst sich mit Problemen des Berufsstandes

Kammerversammlung befasst sich mit Problemen des Berufsstandes

Die Delegierten der Kammerversammlung der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt haben sich bei ihrer Sitzung am 23. November 2019 mit den jüngsten Entwicklungen des Berufsstandes befasst. Wie der Vorstand um Präsident Dr. Carsten Hünecke in Rechenschaftsberichten darlegte, eröffneten Investoren in Deutschland immer mehr Zahnmedizinische Versorgungszentren (MVZ), die auf Profit ausgerichtet sind und außerhalb der Versorgungsstruktur stehen. Dazu kommen aus der EU im Rahmen der Deregulierung immer neue Angriffe auf das deutsche System der Freiberuflichkeit und Selbstverwaltung. Die Auswirkungen der durch die Bundesregierung forcierten Digitalisierung im Gesundheitswesen beschäftigte die Kammerversammlung ebenso wie der drohende Fachkräftemangel bei Zahnärzten und Praxisteams im Land. Auch die Sicherheit der eigenen Altersvorsorge war Thema.

Mit mehreren Anträgen forderten die Delegierten der Kammerversammlung Landes- und Bundesgesetzgeber u. a. auf, Transparenz bei Fremdinvestoren in der Zahnmedizin zu schaffen, Landeskindern besseren Zugang zum Zahnmedizinstudium zu ermöglichen, Klassen für ZFA-Umschüler zu bilden, den Bürokratieabbau in den Praxen zu forcieren und den vollen Schutz der Patientendaten im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung zu gewährleisten.

Die Kammerversammlung ist das höchste Gremium der Zahnärztekammer. Sie hat in ihrer derzeit siebten Legislaturperiode 48 Mitglieder, die die Interessen von insgesamt 2.442 Zahnärzten in Sachsen-Anhalt (Stand 18. Juni 2016) vertreten.

Uni Magdeburg startet Umfrage unter ZFA

Uni Magdeburg startet Umfrage unter ZFA

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg erforscht im Auftrag der Bundeszahnärztekammer die Berufs- und Arbeitszufriedenheit unter Zahnmedizinischen Fachangestellten in Brandenburg, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt. Dabei liegt deren Besonderheit nicht nur in der beruflichen Fachrichtung, sondern auch in der Organisationsform (niedergelassene Praxen). Zudem befindet sich das Berufsbild im Wandel. Die Aufgaben werden komplexer und differenzieren sich aus, die Gesundheitsberufe befinden sich insgesamt in einer Aufwertung und für die Zahnarztpraxen wird es schwieriger, ihren Fachkräftebedarf zu sichern.

Daher ist es sowohl für die Praxis wie auch für die Forschung von Interesse, Arbeits- und Berufsmerkmale für die Gruppe der zahnmedizinischen Fachangestellten zu erheben und deren Auswirkung auf die Arbeitszufriedenheit zu bestimmen.

ZFA-Umfrage

Für die Praxis ergebe sich dadurch die Möglichkeit, gezielte Maßnahmen zur Aufwertung und Attraktivität des Berufsbilds, zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Praxen, zur Fort- und Weiterbildung der ZFA und zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses abzuleiten, erklärt Prof. Dr. Michael Dick vom Institut für Berufs- und Betriebspädagogik an der Fakultät für Humanwissenschaften an der OVGU. Die Teilnahme an der Umfrage ist anonym, sie dauert ca. 20 Minuten.

Hier der Link zur Umfrage: https://ww2.unipark.de/uc/Arbeitsbedingungen/