Informationen zum Coronavirus
SARS-CoV-2 / COVID-19

Ihre Ansprechpartnerin in der Kammer:
Frau Bonath,
per Mail bonath@zahnaerztekammer-sah.de und
per Telefon 0391 73939-31

 

Corona-Hotline der KZV Sachsen-Anhalt:
Tel: 0391 6293-001 oder
per Mail corona@kzv-lsa.de

 

Bei Verdachtsfällen verweisen Sie bitte Patienten an die zuständigen Gesundheitsämter.

Corona Hotline Landkreise / kreisfreie Städte

Fieberambulanzen / Fiebersprechstunde / Testpraxen

Weitere Verlängerung der Hygienepauschale

Weitere Verlängerung der Hygienepauschale

 

(aktualisiert 28.06.2021)

Das Beratungsforum von BZÄK, PKV-Verband und Beihilfe von Bund und Ländern haben sich auf eine weitere Verlängerung der Hygienepauschale bis 30. September 2021 verständigt. Ursprünglich wäre die Regelung zum 30.06.2021 ausgelaufen. Zur Abgeltung der aufgrund der COVID-19-Pandemie immer noch bestehenden erhöhten Aufwände für Schutzkleidung kann der Zahnarzt die Geb.-Nr. 3010 GOZ analog zum Einfachsatz (= 6,19 €) je Sitzung zum Ansatz bringen. Auf der Rechnung ist die Geb.-Nr. mit der Erläuterung „3010 analog-erhöhter Hygieneaufwand“ zu versehen. Ein erhöhter Hygieneaufwand kann dann jedoch nicht gleichzeitig ein Kriterium bei der Faktorsteigerung nach § 5 Abs. 2 darstellen.

 

Fragen und Antworten zur Hygienepauschale

Fragen und Antworten rund um das Coronavirus

Fragen und Antworten rund um das Coronavirus

 

sowie Hygienetipps finden Sie auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA):

Berufliches Umfeld: Was ist im Arbeitsalltag zu beachten? (aktualisiert 29.07.2021)

Aktuelle Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Der Umgang mit COVID-19 am Arbeitsplatz

Plakat Hygienetipps

 

Landesamt für Verbraucherschutz

Informationen zu Arbeitsschutz und Coronavirus

 

Informationen rund um die Impfung gegen das Coronavirus in Sachsen-Anhalt

https://ms.sachsen-anhalt.de/themen/gesundheit/aktuell/coronavirus/coronavirus-impfen/faq-schutzimpfungen/

 

Informationen des RKI

COVID-19 (Coronavirus SARS-Cov-2) (aktualisiert am 10.09.2021)

COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)  (aktualisiert am 09.09.2021)

 

Informationen der KZBV

KZBV – Coronavirus Informationen für Praxen

Hygienemaßnahmen, Infektionsrisiko, Prävention einer Übertragung und Prävention bei Aerosolen, Behandlung von Patienten u. a.

Hygienemaßnahmen, Infektionsrisiko, Prävention einer Übertragung und Prävention bei Aerosolen, Behandlung von Patienten u. a.

 

Die Neufassung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ist seit 01. Juli 2021 gültig bis 24.11.2021.

Es erfolgte zum 01.07.2021 eine Anpassung zum betrieblichen Infektionsschutz.

Tätigkeitsbedingten Infektionsgefahren muss weiterhin wirksam begegnet werden. Daher gelten bestehende Arbeitsschutzregelungen, wie die Kontaktreduzierung, die Testangebotspflicht sowie die Verpflichtung zur Erstellung und Aktualisierung betrieblicher Hygienekonzepte in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung weiter fort.

Nicht mehr aufgeführt in der Verordnung ist die strikte Vorgabe einer Mindestfläche von 10 m² pro Person. Auch ist neu, dass Ausnahmen von der Verpflichtung zu Testangeboten in Bezug auf vollständig geimpfte bzw. von einer COVID-19-Erkrankung genesene Beschäftigte möglich sind, wenn der Arbeitgeber einen gleichwertigen Schutz der Beschäftigten sicherstellen kann.

Die Berufsgenossenschaft überarbeitet aktuell Ihren BGW SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für ärztliche und zahnärztliche Praxen.

Der Standard dient weiterhin als Hilfestellung.

 

Informationen der BZÄK (aktualisiert 08.09.2021)

BZÄK Risikomanagement (aktualisiert 11.08.2021)

 

„Gesund ab Mund in der Praxis“  Bildmaterial zum Download für die Praxis!

Informationen der Berufsgenossenschaft  für versicherte Unternehmen und Beschäftigte

Hinweise der Berufsgenossenschaft zur Tragedauer FFP-2-Maskenhttps://www.bgw-online.de/DE/Home/Branchen/News/Coronavirus_node.html

Auslegen von Zeitungen und Zeitschriften während der Coronavirus-Pandemie (aktualisiert 04.08.2021)

DGAZ empfiehlt die Wiederaufnahme der aufsuchenden zahnärztlichen Betreuung von pflegebedürftigen Patienten – dritte „Corona-Stellungnahme“

DGAZ empfiehlt die Wiederaufnahme der aufsuchenden zahnärztlichen Betreuung von pflegebedürftigen Patienten – dritte „Corona-Stellungnahme“

 

Mitte März hatte die Deutsche Gesellschaft für Alterszahnmedizin e.V. (DGAZ) empfohlen, die Reihenuntersuchungen in Senioreneinrichtungen ruhen zu lassen und damit das erklärte Ziel, die Infektionsraten einzudämmen, zu unterstützen. „Mit dem jetzt Erreichten können und müssen wir wieder starten, die Menschen mit Pflegebedarf zahnmedizinisch weiter zu betreuen.“, heißt es in der dritten Empfehlung der DGAZ vom 18. Mai.
Deshalb fordert die DGAZ die Kolleginnen und Kollegen auf, die Einrichtungen der Pflege zahnmedizinisch zu betreuen. Die Menschen mit Pflegebedarf sollen in enger Absprache mit den Einrichtungsleitungen nicht nur in Notfallsituationen, sondern wieder regulär zahnmedizinisch versorgt werden. Für den besonderen Schutz der Senioren gibt es aktuelle Empfehlungen der DGAZ.
Die gesamte Stellungnahme und die Empfehlungen finden Sie auch unter: www.dgaz.org

Quarantäne

Quarantäne

(aktualisiert 04.08.2021)

Angeordnete Quarantäne

Werden Sie vom Gesundheitsamt darüber informiert, dass ein Patient oder eine Kontaktperson positiv getestet wurden, bestimmt das Amt welche Maßnahmen umgesetzt werden. Die Anordnungen erfolgen entsprechend der Vorgaben des RKI. Diese finden Sie unter:

Management Kontaktpersonen

 

Corona Wissen kompakt – Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Anlässe für Quarantäne

 

Bitte beachten Sie, dass die Anordnung einer Quarantäne in der Regel zunächst mündlich getroffen wird. Aufgrund des Arbeitsumfangs der Behörden folgt der schriftliche Bescheid oft viel später. Um einen etwaigen Anspruch auf Entschädigung geltend machen zu können, sollten Sie auf der Schriftform bestehen und diese ggf. wiederholt einfordern.

Bei einem Verdienstausfall bedingt durch Krankheiten können Betroffene einen Antrag auf Erstattung (Verdienstausfallentschädigung nach Paragraf 56 Infektionsschutzgesetz) stellen. Den Antrag können Arbeitnehmer, Selbstständige und Arbeitgeber für ihre Arbeitnehmer stellen.Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen des Landesverwaltungsamt:

LVwA Antrag

 

Eigenständige Entscheidung für eine Quarantäne

Durch die Arbeitsbelastung der Gesundheitsämter kommt es vor, dass Sie zuerst durch eine positiv getestete Person von einer Infektion erfahren.
Wenn Sie oder ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin

  • längeren Kontakt ohne Schutzausrüstung zu einer Person hatten, bei der das Virus nachgewiesen wurde,
  • Atemwegssymptome (sofern nicht vom Arzt z. B. abgeklärte Erkältung) Fieber, Husten, Geschmacks/Geruchsverlust oder andere Erkältungs- oder Grippesymptome bei sich bemerken oder
  • in einem Haushalt mit Personen leben, die Kontakt zu infizierten Personen hatten,
  • durch zuständige Behörden eine (freiwillige) Quarantäne empfohlen wurde oder andere Gründe vorliegen die eine Infektion wahrscheinlich machen

sollte diese Person zu Hause bleiben, sich telefonisch an das zuständige Gesundheitsamt wenden und die Praxis bzw. die MitarbeiterInnen informieren. Der Arbeitgeber muss entscheiden wie in dem Fall vorzugehen ist und die (finanziellen) Konsequenzen ggf. selbst tragen.

Gesundheitsämter sprechen in der Regel eine Quarantäne aus, wenn innerhalb der letzten 14 Tage ein enger Kontakt zu einer Person mit laborbestätigter Infektion bestand. Ein enger Kontakt bedeutet, dass es zu einem mindestens 15-minütigen Kontakt bzw. Kontakt mit Körpersekreten gekommen ist, während diese Person ansteckend war. Bestand der Kontakt während der zahnärztlichen Behandlung, ist relevant, ob die PSA korrekt getragen wurde. Unter Berücksichtigung der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse, erscheint das Tragen des MNS, der Schutzbrille/Visiers und Handschuhe ausreichend um eine Infektion unwahrscheinlich zu machen, wenn zudem auf die Einhaltung der AHA regeln geachtet wurde, der Patient vor Behandlung mit einer Mundspüllösung gespült hat und eine hochvolumige Absaugung durchgeführt wurde. Einige Gesundheitsämter sehen von einer Quarantäne ab, wenn bei der Behandlung FFP2/3 Masken getragen wurde.

 

Weitere aktuelle Informationen erhalten Sie hier:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Informationen zum Risikomanagement erteilt die Bundeszahnärztekammer in diesem Dokument:

Stellungnahme BZÄK

Quarantäne – weitere Hinweise BZÄK

 

 

Berufskrankheiten-Anzeige der Berufsgenossenschaft bei Covid-19-Infektion in der ZAP:

FAQ der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege

BGW – Meldeformular

BGW-Sammelmeldung Covid-19-Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit

Neue Coronavirus-Testverordnung des BMG

Neue Coronavirus-Testverordnung des BMG

 

(aktualisiert 27.07.2021)

Mit Wirkung vom 01.07.2021 ist die neue Corona-Testverordnung in Kraft getreten. Nach der neuen Testverordnung werden Zahnärztinnen und Zahnärzte als „Leistungserbringer“ nun Ärztinnen und Ärzten sowie den Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung gleichgestellt. Außerdem wird der überwachte Antigen-Test zur Eigenanwendung eingeführt.

Privat und gesetzlich Versicherte haben unverändert Anspruch auf eine Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2. Wie bisher besteht ein Anspruch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Zahnarztpraxen auf zwei Testungen mittels PoC-Antigen-Test pro Woche (10 Tests pro Monat).

 

Überwachter Antigen-Test zur Eigenanwendung

Zur Diagnostik mittels Antigen-Test gehört zukünftig auch der Antigen-Test zur Eigenanwendung, der von einem „Leistungserbringer“ nach § 6 der Testverordnung – wozu nun auch Zahnärztinnen und Zahnärzte gehören – vor Ort überwacht wird. Im Rahmen der Bürgertestung nach § 4a Testverordnung bleibt es jedoch beim PoC-Antigen-Test. Ein überwachter Test zur Eigenanwendung ist hier nicht vorgesehen.

 

Testung des Praxispersonals

Zahnarztpraxen können weiterhin ihr Praxispersonal testen und dies mit der KZV Sachsen-Anhalt ab-rechnen. Einer Überwachung bedarf es nicht mehr zwingend, so dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Testung nunmehr auch zu Hause vor Arbeitsantritt durchführen können. Für selbstbeschaffte PoC-Antigen-Tests und Antigen-Tests zur Eigenanwendung werden nach § 11 der Testverordnung pauschal 3,50 € an Sachkosten erstattet.

 

Weitere Leistungserbringung durch Zahnärztinnen und Zahnärzte

Nach § 6 Abs. 1 der Testverordnung werden Zahnärztinnen und Zahnärzte nun ausdrücklich zur um-fassenden Leistungserbringung von Testungen berechtigt und damit Arztpraxen und den von der Kassenärztlichen Vereinigungen betriebenen Testzentren gleichgestellt. Eine Testung von Patientinnen und Patienten ist damit unproblematisch möglich. Bezüglich der Abrechnung wenden Sie sich bitte an die KZV.

Detaillierte Aussagen zur Testverordnung finden Sie unter:

BZÄK Informationen

Corona-Test

Corona-Test

 

(20.07.2021)

Aktuelle Informationen der KZV zur Testverordnung finden Sie hier: Coronavirus Testverordnung – Regelungen für Zahnärzte im Überblick

In der Coronavirus-Testverordnung (TestV) ist ein Anspruch auf Antigentests im Gesundheitswesen vorgesehen, er gilt auch für Zahnarztpraxen. Lesen Sie die Beurteilung der BZÄK.

 

Abrechnung von Schnelltests: Online-Formular zur Abrechnung von Sachkosten bzw. Leistungen für Corona-Testungen gemäß TestV (im geschützten Mitglieder-Bereich der KZV)

 

Informationen der KZBV: Schaubild Testung Praxispersonal

 

Antigen-Schnelltest (Point-of-Care Test): Hinweise zur praktischen Durchführung

Stundung Sozialabgaben

Stundung Sozialabgaben

 

(aktualisiert 27.03.2020)

Wir möchten Sie dringend auf die Möglichkeit für Unternehmen aufmerksam machen, schnellstmöglich die Stundung der Sozialversicherungsbeiträge zu beantragen.
Das Musterformular finden Sie hier: Formblatt SV Stundung

Arbeitsrechtliche Problemstellungen

Arbeitsrechtliche Problemstellungen

 

Arbeitsrechtliche Informationen für die Zahnarztpraxis

 

Arbeitspflicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
Allein die Angst vor einer Ansteckung entbindet Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht von ihrer arbeitsvertraglichen Pflicht, ihre Arbeitsleistung zu erbringen. Ein eigenmächtiges Fernbleiben von der Arbeit ist nicht zulässig.

 

Auskunftspflicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
Arbeitgeber sind im Rahmen ihrer arbeitsrechtlichen Fürsorgepflicht gegenüber ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei erkennbaren Risiken verpflichtet, mögliche Ansteckungen durch von Auslandsaufenthalten zurückgekehrte Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer zu verhindern. Insoweit sind Arbeitgeber auch berechtigt, zurückkehrende Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer daraufhin zu befragen, ob diese sich in einer gefährdeten Region oder an einem Ort mit einem deutlich erhöhten Ansteckungsrisiko aufgehalten hat (bspw. Flughäfen, Bahnhöfe, Großveranstaltungen). Die Auskunftspflicht ist auf eine Negativauskunft beschränkt, das heißt, die betreffende Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer muss die Frage lediglich mit „ja“ oder „nein“ beantworten. Über den genauen Aufenthaltsort muss keine Auskunft erteilt werden.

Arbeitgeber können auch eine betriebsärztliche Untersuchung einer zurückgekehrten Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters anordnen, sofern hieran ein berechtigtes Interesse besteht, was insbesondere dann der Fall sein kann, wenn die betreffende Person besonderen Ansteckungsrisiken ausgesetzt war.

 

Freistellung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern
Arbeitgeber können im Einzelfall Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch von ihrer Arbeitspflicht freistellen. Das Suspendierungsinteresse überwiegt regelmäßig dann, wenn Grund für die Annahme einer Erkrankung besteht, die zu einer Arbeitsunfähigkeit führt. Auch eine Gesundheitsgefährdung anderer Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer kann eine Freistellung begründen. Die Fortzahlung der Vergütung für die freigestellte Person beträgt maximal 6 Wochen.

 

Betriebsrisiko
Praxisinhaberinnen und -inhaber tragen grundsätzlich das unternehmerische Betriebsrisiko. Sollte es zu größeren krankheitsbedingten Ausfällen in der Praxis kommen, so ist die Praxisinhaberin oder Praxisinhaber berechtigt, Überstunden einseitig anzuordnen um den Praxisausfall zu kompensieren. Aufgrund der arbeitsvertraglichen Treuepflicht sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesen Situationen verpflichtet, Arbeiten auch über das arbeitsvertraglich Vereinbarte hinaus zu übernehmen. Im Falle von Lieferengpässen, bspw. von notwendiger Schutzkleidung, ist ein Antrag auf Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit zu prüfen.

Vor einem Antrag auf Kurzarbeit wegen Lieferengpässen notwendiger Schutzkleidung, haben Praxisinhaberinnen bzw. -inhaber allerdings alles Zumutbare zu unternehmen, um sich die notwendige Schutzausrüstung zu beschaffen. Für den Fall einer nicht vermeidbaren vorübergehenden Schließung der Praxis ist zu prüfen, ob ggf. eine bestehende Praxisausfallversicherung für die Unterbrechung des Praxisbetriebes aufkommt. Wenn eine Praxisausfallversicherung besteht, ist mit dieser Kontakt aufzunehmen.

 

Behördliche Maßnahmen
Gemäß § 56 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) erhält derjenige, der als Ausscheider, Ansteckungsverdächtiger, Krankheitsverdächtiger oder als sonstiger Träger von Krankheitserregern im Sinne von § 31 Satz 2 IfSG beruflichen Tätigkeitsverboten unterliegt oder unterworfen ist und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, eine Entschädigung in Geld. Das gleiche gilt für Personen, die als Ausscheider oder Ansteckungsverdächtige abgesondert werden (Quarantäne), bei Ausscheidern jedoch nur, wenn sie andere Maßnahmen nicht befolgen können. Hinsichtlich der einzelnen Begriffsbestimmungen wird auf § 2 IfSG verwiesen. Die Entschädigung erfolgt in Höhe des Krankengeldes, das auch die gesetzliche Krankenkasse zahlen würde: Das sind 70 Prozent des Bruttogehalts, aber nicht mehr als 90 Prozent des Nettogehalts. Zudem ist die Summe auf 109,38 Euro pro Tag gedeckelt.

(mit freundlicher Genehmigung der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg)

Behördliche Schließung von Kindertagesstätten/Schulen etc.

Behördliche Schließung von Kindertagesstätten/Schulen etc.

 

Wird die Schule, die Kita oder eine vergleichbare Einrichtung geschlossen, gelten für AN folgende Regelungen: Ist das Kind des AN selbst krank, gelten die allgemeinen Regelungen. Ist das Kind nicht selbst krank, ist es regelmäßig dennoch betreuungsbedürftig. Gibt es für den AN keine andere Möglichkeit der Betreuung (Großeltern, Freunde, etc.) kann der AN in den Grenzen des § 616 BGB auch in diesen Fällen die Betreuung des Kindes unter entsprechender Lohnfortzahlung durch den AG übernehmen. Sofern die Anwendung des § 616 BGB arbeitsvertraglich oder wegen unverhältnismäßiger Dauer ausgeschlossen ist, ist eine gemeinsame Lösung von AG und AN zu empfehlen. Hier ist an die Inanspruchnahme von Urlaub durch den AN oder die unbezahlte Freistellung des AN zu denken.

Arbeitgeber müssen nach § 616 BGB, wenn diese Regelung nicht vertraglich ausgeschlossen wurde, eine „… verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit“ (kaum länger als 5 Tage) weiter Lohn zahlen; dies allerdings nur unter der Voraussetzung, dass das Kind nicht anderweitig, beispielsweise von anderen Familienmitgliedern, betreut werden kann. Erst dann, wenn alle Möglichkeiten erschöpft sind, kann man vom Arbeitgeber verlangen, Urlaub zu erhalten. Alternativ kann man auch unbezahlten Urlaub erhalten.

Kurzarbeitergeld

Kurzarbeitergeld

 

(aktualisiert 17.03.2020)

Alle wichtigen Informationen zum Thema Kurzarbeit und die Anzeige über Arbeitsausfälle finden Sie auf dieser verlinkten Seite Arbeitsagentur – Thema Kurzarbeit. Eine vorherige Registrierung als Arbeitgeber um die eServices zu nutzen, ist nötig.

Die Anzeige über Arbeitsausfall bitte vollständig ausgefüllt mit ausführlicher Begründung und einer Kopie Ihrer Gewerbeanmeldung, ihres Handelsregisterauszuges und einer Liste aller Mitarbeiter bei die Agentur für Arbeit einreichen, in dessen Bezirk die Lohnabrechnungsstelle liegt.

Praxisinformation zu Kurzarbeit

Vereinbarung Kurzarbeit