News der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt

Neue Ausgabe der Patientenzeitschrift „ZahnRat“ kommt aus Sachsen-Anhalt

Neue Ausgabe der Patientenzeitschrift „ZahnRat“ kommt aus Sachsen-Anhalt

Ziehen, Drücken, Puckern: Zahnschmerzen sind äußerst unangenehm und können ihre Ursache in einer Entzündung des Zahninneren haben. Wie Zahnärztinnen und Zahnärzte mit Hilfe einer Wurzelkanalbehandlung den Schmerz sprichwörtlich an der Wurzel packen, um Entzündung und Schmerzen zuverlässig zu beseitigen und den betroffenen Zahn möglichst langfristig zu erhalten, darüber klärt die neue Ausgabe 125 der Patientenzeitschrift „ZahnRat“ zur Endodontie auf. Autor Prof. Dr. Christian Gernhardt von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der auch Mitglied des Vorstandes der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt ist, informiert verständlich über Ursachen, Behandlungsverlauf und Nachsorge.

Zum ZahnRat: Die Patientenzeitschrift „ZahnRat“ erscheint vierteljährlich, wird seit mehr als 20 Jahren gemeinsam von den Landeszahnärztekammern Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen sowie der KZV Sachsen-Anhalt herausgegeben und auch in Hessen verbreitet. Mit jeder Ausgabe widmet sich der ZahnRat einem zahnmedizinischen Thema. Die achtseitige Zeitschrift liegt kostenfrei in allen Zahnarztpraxen Sachsen-Anhalts aus und ist im Internet zum Lesen verfügbar. www.zahnrat.de

Erinnerung: Austausch von eHBAs

Erinnerung: Austausch von eHBAs

Seit einigen Monaten laufen zwei Maßnahmen zum Tausch von elektronischen Heilberufsausweisen (eHBA): Sowohl eHBAs der Generation 2.0 als auch eHBAs mit IDEMIA-Chips müssen bis 30. Juni 2026 getauscht werden. Ein Aufruf an alle Betroffene, die noch nicht aktiv geworden sind.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik Zahnärzte/Mitgliederverwaltung.

Letzte Versammlung der Kreisstellenvorsitzenden in dieser Legislatur

Letzte Versammlung der Kreisstellenvorsitzenden in dieser Legislatur

Zum letzten Treffen der Legislaturperiode begrüßte Kammerpräsident Dr. Carsten Hünecke am 25. März 2026 die Vorsitzenden der Kreisstellen in der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt. Neben einem Austausch zur aktuellen Gesundheitspolitik stand vor dem Hintergrund schrumpfender Praxiszahlen erneut vor allem die Zukunft des zahnärztlichen Notdienstes in Sachsen-Anhalt auf der Tagesordnung. Den Vorsitzenden der Kreisstellen wurde ein digitales System zur Organisation der Notdienste vorgestellt, wie es bereits andere zahnärztliche Körperschaften in Deutschland nutzen. Dabei würden die Notdienstzeiten harmonisiert, die Organisation zentralisiert und die Belastung für die Praxen im Land halbiert. Für Änderungen beim Notdienst müsste jedoch die entsprechende Ordnung novelliert werden, was die Delegierten der Kammerversammlung frühestens im Herbst 2026 beschließen könnten.

 

Als weiteres Thema diskutierten die Vorsitzenden der Kreisstellen den wachsenden Anteil an Auszubildenden zum/zur Zahnmedizinischen Fachangestellten mit Migrationshintergrund – im aktuellen Lehrjahr liegt dieser durch Förderprogramme wie „Viethoga“ bei 39 Prozent. Vielfach zeige sich jedoch in der Praxis und der Berufsschule, dass die Deutschkenntnisse der Auszubildenden zu wünschen übrig lassen.

Patientenberatung in Dessau: Letzte Sprechstunde mit Dr. Brauner

Patientenberatung in Dessau: Letzte Sprechstunde mit Dr. Brauner

Ein letztes Mal hat Dr. Klaus Brauner am 9. März 2026 Informationsmaterial, Schreibmaterial und Beraterbögen zurechtgelegt und wartet in seinem Büro in den Räumen des Klinischen Krebsregisters Sachsen-Anhalt im Rathauscenter Dessau auf die erste Patientin. Nach knapp fünf Jahren beendet der 79-Jährige in diesen Tagen seine Tätigkeit als Patientenberater für den Osten Sachsen-Anhalts. „Das hat mir Spaß gemacht, es war eine abwechslungsreiche Tätigkeit“, denkt der ehemalige stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt zurück. Oft sei es den Patienten um die Erklärung des Behandlungsablaufs oder die Suche nach einer geeigneten Fachzahnarztpraxis gegangen, seltener um den Heil- und Kostenplan. Aber meist habe sich dieser als korrekt erwiesen, so Dr. Brauner. Seiner Erfahrung nach komme die Aufklärung der Patienten in der Praxis hin und wieder zu kurz bzw. haben diese altersbedingt nicht alles verstanden. Hier konnte die Patientenberatung der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt wertvolle Unterstützung leisten.

Die Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt startete ihre Patientenberatung am 1. Februar 1997. In den vergangenen 29 Jahren sind mehr als 13.500 Patienten beraten worden. Knapp die Hälfte der Gespräche drehte sich um die Themen Zahnersatz und Implantate. Die Patienten waren zufrieden – 90 Prozent würden die Beratung weiterempfehlen. Aufgrund geringer Nachfrage und der Aufgabe der Räumlichkeiten des Krebsregisters, wo sich die ZÄK eingemietet hatte, wird es jedoch künftig keine persönliche Patientenberatung in Dessau-Roßlau mehr geben. Patienten können dann die persönliche Beratung in Magdeburg oder Halle (Saale) nutzen oder sich telefonisch bzw. per E-Mail beraten lassen. Alle Informationen gibt es unter  www.zaek-sa.de/patienten/patientenberatung-sachsen-anhalt/

Jungen-Zukunftstag – Boys’Day am 23. April 2026

Jungen-Zukunftstag – Boys’Day am 23. April 2026

Am 23. April 2026 findet der Jungen-Zukunftstag – Boys’Day statt. Geben Sie Jungen einen Einblick in Ihren Berufsalltag des Zahnmedizinischen Fachangestellten. Fördern Sie den Nachwuchs bei der Berufswahl und wecken sie Talente! Der Boys’Day vermittelt Einblicke in Ausbildungen und Berufe, in denen bisher nur wenige Männer arbeiten, also auch in den des Zahnmedizinischen Fachangestellten.

Bild Boys Day 2026

Auch die Zahnärztekammer beteiligt sich mit einem Angebot am Boys’Day und gibt Jugendlichen Einblicke in Theorie und Praxis des Ausbildungsberufs „ZFA“.

Einrichtungen und Unternehmen, die ihre Türen am Boys’Day öffnen möchten, können ihr Angebot auf dem  Boys’Day – Radar eintragen. Seien Sie dabei und finden Sie ggf. sogar Nachwuchs für Ihre Praxis.

„AzuBiss“: Mundgesund im Pflegeheim

„AzuBiss“: Mundgesund im Pflegeheim

Der Anteil pflegebedürftiger Menschen an der Gesamtbevölkerung Sachsen-Anhalts liegt einer aktuellen Mitteilung des Landesamtes für Statistik zufolge bereits bei 10 %, bis 2040 soll die Zahl auf 220.200 Pflegebedürftige ansteigen, was 12 % der Bevölkerung entspricht – gleichzeitig schrumpft das Arbeitskräftepotenzial im Land deutlich (– 21 %). Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig Projekte wie „AzuBiss“ sind. Die gemeinsamen Projekttage „AzuBiss“ der Berufsbildenden Schule (BBS) „Otto Schlein“ in Magdeburg und des Referates Prävention der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt gibt es bereits seit 2013, in der aktuellen Form fanden sie im Februar und März 2026 bereits zum neunten Mal statt.

Das Prinzip ist so simpel wie genial: Auszubildende als Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) und als Pflegefachfrauen/-männer der BBS im zweiten Lehrjahr lernen mehr über die Zahn- und Mundgesundheit Pflegebedürftiger und schauen über den Tellerrand der anderen Berufsgruppe. Ursprünglich waren auch die Zahntechnik-Auszubildenden mit von der Partie. Neu in diesem Jahr: Nach einem Impulsvortrag von ZÄK-Präventionsreferentin Dr. Nicole Primas ging es in die Gruppenarbeit und die Auszubildenden erarbeiteten sich gemeinsam Wissen über Themen wie Krankheiten des Mundraumes, Auswirkungen von Medikamenten oder Möglichkeiten zur Reduzierung von Barrieren. Praktisch ging es weiter: In Stationsarbeit konnten die Auszubildenden nachfühlen, wie es ist, gebrechlich zu sein. Möglich macht dies z. B. der Altersanzug „Gert“ der ZÄK. ZÄK-Mitarbeiterin Julia Fleischer demonstrierte aber auch, wie schwierig es ist, mit Tremor Dokumente auszufüllen bzw. diese mit alterstypischen Augenkrankheiten unter Zeitdruck zu lesen. Im Pflegekabinett wurde das Umlagern von Patienten geübt und Dr. Nicole Primas demonstrierte, wie man bei bettlägerigen Menschen am besten Mundpflege betreibt. Der Projekttag „AzuBiss“ ist mittlerweile fester Bestandteil der Ausbildung an der BBS „Otto Schlein“. Entstanden ist das Projekt „AzuBiss“ ursprünglich aus der Initiative „Altern mit Biss“ gemeinsam mit der Landesvereinigung für Gesundheit (LVG), weil das Pflegepersonal in Sachsen-Anhalt immer noch Wissensdefizite beim Thema Mundgesundheit bei Pflegebedürftigen aufweist.

Bitte teilnehmen: Internationale Umfrage zu Chancen und Herausforderungen von Zahnärztinnen

Bitte teilnehmen: Internationale Umfrage zu Chancen und Herausforderungen von Zahnärztinnen

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) bittet alle Zahnärztinnen in Sachsen-Anhalt im Rahmen einer Internationalen Studie um Teilnahme an einer aktuellen Umfrage zur aktuellen Situation, den Chancen und den Herausforderungen von Zahnärztinnen weltweit.

 

Ob in der Praxis, in der Wissenschaft, der Lehre oder der standespolitischen Arbeit – Zahnärztinnen bringen wertvolle Perspektiven in unseren Beruf ein. Gleichzeitig erleben wir je nach Land, System und persönlichem Werdegang sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen. Genau diese Vielfalt an Erfahrungen soll mit dieser Studie sichtbar machen und besser verstanden werden.

 

Die Beantwortung dauert nur einige wenige Minuten, ist selbstverständlich freiwillig und erfolgt anonym. Ihre persönliche Einschätzung trägt wesentlich dazu bei, ein realistisches und aussagekräftiges Bild der Situation von Zahnärztinnen auf internationaler Ebene zu zeichnen. Jede einzelne Teilnahme hilft, unsere gemeinsame Stimme zu stärken und zukünftige Initiativen, Programme und Empfehlungen fundiert weiterzuentwickeln, teilte BZÄK-Präsidentin Dr. Romy Ermler mit und bedankte sich im Vorfeld bereits für die Zeit, Kollegialität und Unterstützung.

 

Umfrage: WDW Persönlicher Fragebogen für einzelne Zahnärztinnen  (persönliche Erfahrungen)

Austausch eHBA (ECC-only)

Austausch eHBA (ECC-only)

Der Hersteller medisign hat uns informiert, dass er auf Anweisung der gematik alle ab Januar 2026 herausgegebenen eHBA (ECC-only) tauschen muss.

 

Hintergrund:

Im Rahmen einer technischen Analyse wurde eine Fehlkonfiguration im Personalisierungsprozess der eHBAs festgestellt. Hierbei liegt kein Sicherheitsproblem vor, vielmehr kann es zu Problemen bzgl. der Interoperabilität mit Konnektoren führen. Der bei der Personalisierung zwingend erzeugte RSA-Schlüssel ist bei diesen Karten nicht deaktiviert und kann u. U. zu einer ungültigen Signatur ohne Zertifikate führen. Um eine stabile und störungsfreie Nutzung sicherzustellen, werden alle bereits ausgegebenen betroffenen Karten ausgetauscht.

 

Vorgehen:

  • Alle betroffenen Karteninhaber werden vorab über den Austausch, die nächsten Schritte sowie die Inbetriebnahme per eMail informiert.
  • Auf Basis der vorliegenden Anträge werden Ersatzkarten produziert und an die Karteninhaber versendet.
  • Nach erfolgreicher Freischaltung und Inbetriebnahme der neuen Karte wird die alte Karte gesperrt und ist anschließend nicht mehr nutzbar.

Die fünfjährige Aktualisierung der Kenntnisse im Strahlenschutz für ZFA / zahnärztliche Assistenz 2027

Die fünfjährige Aktualisierung der Kenntnisse im Strahlenschutz für ZFA / zahnärztliche Assistenz 2027

Zur Information für alle, die 2027 ihre Kenntnisse im Strahlenschutz aktualisieren müssen: Anmeldungen sind noch nicht möglich, werden aber wie gewohnt rechtzeitig zur Wahrung aller Fristen auf unserer Homepage veröffentlicht und freigeschaltet. Es werden keine Voranmeldungslisten geführt!

14. ZMV-Aufstiegsfortbildung endet mit Feierstunde

14. ZMV-Aufstiegsfortbildung endet mit Feierstunde

Es ist geschafft: Mit einer Feierstunde ist am 23. Januar 2026 die 14. Aufstiegsfortbildung zum / zur Zahnmedizinischen Verwaltungsangestellten (ZMV) zu Ende gegangen. Es handelt sich um den ersten ZMV-Kurs seit knapp sieben Jahren. Im Namen der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt überreichten Vorstandsmitglied Dr. Nicole Primas und ZÄK-Mitarbeiterin Jessica Vorstadt den glücklichen Absolventinnen ihr Zertifikat. Hinter den ursprünglich insgesamt 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Sachsen-Anhalt liegt ein Jahr intensive, berufsbegleitende Arbeit.

Mehr als 400 Stunden beschäftigten sich die Kursteilnehmenden mit Themen wie Abrechnungswesen, Praxisorganisation und -management, Rhetorik/Kommunikation, aber auch Psychologie/Pädagogik-Modulen, dazu kamen neben einer umfangreichen schriftlichen Prüfung auch eine mündliche Abschlusspräsentation. Teile der Ausbildung liefen auch im Philipp-Pfaff-Institut Berlin und der FIT Bildungs-GmbH Magdeburg. Die Jahrgangsbeste Nicole Kunze sagte, sie fühle sich nun sicherer bei Abrechnung und Dokumentation und habe ganz neue Einblicke in das Praxisgefüge erhalten, insbesondere juristisch.

Dr. Nicole Primas dankte den frisch gebackenen ZMV für ihr Engagement. Die Aufstiegsfortbildung sei weit mehr als eine formale Qualifikation, denn angesichts des wachsenden Verwaltungsaufwandes sei der Bedarf für ZMV in den Praxen hoch – sie entlasten die Zahnärztinnen und Zahnärzte, denen so mehr Zeit für die Patienten bleibt.