News der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt

Freistellungspflicht zum Besuch der Berufsschule

Freistellungspflicht zum Besuch der Berufsschule

Nach Informationen unserer Berufsschulen werden in letzter Zeit vermehrt Anträge von Ausbilderinnen und Ausbildern zur Freistellung von Auszubildenden vom Berufsschulunterricht gestellt.

Das Referat Ausbildung der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt weist nochmals daraufhin, dass § 15 BBiG die Ausbilderinnen und Ausbilder verpflichtet, ihre Auszubildenden für die Teilnahme am Berufsschulunterricht freizustellen.

In absoluten Ausnahmefällen entscheidet die Berufsschule über einen vorher (mind. 3-4 Tage) einzureichenden Antrag auf Freistellung der Auszubildenden vom Berufsschulunterricht für einen Tag pro Ausbildungsjahr.

Personelle Engpässe in der Praxis rechtfertigen keinesfalls das Fernhalten der Auszubildenden vom Berufsschulunterricht.

Kämpferin Helene will leben!

Kämpferin Helene will leben!

Helene, die Strahlende: Das einjährige Mädchen macht seinem Namen alle Ehre. Helenes blaue Augen strahlen jeden fröhlich an, erkunden mit Begeisterung die Umwelt und entdecken immer neue und spannende Dinge, wie Helenes Mutter Steffi Porada berichtet. Steffi Porada ist Zahnmedizinische Fachangestellte in der Praxis von Zahnarzt Ralf Beiermann aus Burgstall (Landkreis Börde). Ihre Tochter Helene war ein Frühchen, kam per Notkaiserschnitt auf die Welt und musste sechs Wochen auf der Frühchenstation bleiben. Dann konnte sie endlich nach Hause zu Papa Kevin und der großen Schwester Maya. Im Sommer 2021 entdeckten Helenes Eltern rätselhafte Beulen am Kopf ihrer Tochter, nach vier Wochen dann die Diagnose Blutkrebs – ein Schock für die junge Familie. „Es war ganz schön viel in den vergangenen Monaten. Aber wir leben von Tag zu Tag und wollen optimistisch sein“, sagt Steffi Porada. Seit dem Ende der Elternzeit ist sie krankgeschrieben und lebt im Elternhaus auf dem Gelände der Magdeburger Universitätsklinik, um immer an Helenes Seite sein zu können. Gerade bekommt Helene zum vierten Mal eine Chemotherapie. Ob Helene und ihre Mama das Weihnachtsfest zuhause verbringen können oder wieder in die Klinik müssen, ist ungewiss – in jedem Fall braucht Helene dringend eine Knochenmarkspende, um den Blutkrebs zu besiegen. Die Typisierungsaktionen und Abgleiche mit der Datenbank der Hilfsorganisation DKMS auf der Suche nach dem „genetischen Zwilling“ waren bislang nicht erfolgreich.

Wie kann man helfen? Das ist einfach und unkompliziert möglich: Wer zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann sich mit wenigen Klicks online bei der DKMS registrieren lassen und bekommt ein Registrierset nach Hause geschickt. Es enthält spezielle medizinische Wattestäbchen, mit denen ein Wangenschleimhautabstrich gemacht und zurückgeschickt wird. So kann man vielleicht zum Lebensretter werden. „Wenn nicht für Helene, dann vielleicht für einen anderen Menschen auf der Welt“, sagt Steffi Porada. Darum bitten die Kassenzahnärztliche Vereinigung und die Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt als Herausgeber der Zahnärztlichen Nachrichten die Leserinnen und Leser um Mithilfe – vielen Dank!   www.dkms.de/helene.

Zahnärzteschaft Sachsen-Anhalts steht für Impfeinsatz bereit

Zahnärzteschaft Sachsen-Anhalts steht für Impfeinsatz bereit

Die Delegierten der Kammerversammlung der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt haben angesichts des aktuellen Verlaufs der Corona-Pandemie erneut ihre Bereitschaft bekräftigt, als Heilberufler aktiv an der laufenden Impfkampagne gegen COVID-19 mitzuwirken. „Wir stehen bereit, um kurzfristig, flächendeckend und praxisnah zu impfen“, erklärte Kammerpräsident Dr. Carsten Hünecke auf der ersten regulären Versammlung der neuen Legislaturperiode am 20. November 2021 im Magdeburger Ratswaage-Hotel. Der Landesgesetzgeber wurde aufgefordert, auf Bundesebene auf die Schaffung einer entsprechenden Rechtsgrundlage hinzuwirken. Einstimmig begrüßte die Kammerversammlung die Einsetzung einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Regulierung investorbetriebener MVZ und verabschiedete einen Forderungskatalog zur Stärkung der zahnärztlichen Versorgung, adressiert an die neue Bundesregierung.

Ausführlich diskutiert wurde im höchsten Gremium der Zahnärzteschaft des Landes vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Corona-Pandemie das Thema „3G“ in der Zahnarztpraxis. Wiegt das Hausrecht des Praxisinhabers schwerer als Versorgungsauftrag und Berufsordnung? Dazu gebe es bundesweit unterschiedliche Rechtsauffassungen, wie RA Torsten Hallmann ausführte. Die Bundeszahnärztekammer und die Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt vertreten aber auch vor dem Hintergrund der außerordentlich geringen Ansteckungsquote in Zahnarztpraxen den Standpunkt, dass ungeimpfte Patienten nicht abgewiesen werden dürfen.

Die Delegierten der Kammerversammlung wählten im weiteren Sitzungsverlauf zwei Mitglieder des Verwaltungsausschusses des Altersversorgungswerkes Sachsen-Anhalt neu. Mit großer Mehrheit sprachen sie dem langjährigen Ausschussvorsitzenden Dipl.-Stomat. Dieter Hanisch und seinem Stellvertreter Dipl.-Stom. Jens-Uwe Engelhardt für weitere sechs Jahre das Vertrauen aus. Die Delegierten machten außerdem den Weg für diverse Satzungsänderungen frei.

Foto: Dipl.-Stomat. Dieter Hanisch (Mitte) und Dipl.-Stom. Jens-Uwe Engelhardt (r.) sind für weitere sechs Jahre Mitglied im Verwaltungsausschuss des Altersversorgungswerkes Sachsen-Anhalt. Links: Ausschussmitglied ZA Ralf Beiermann, nicht im Bild das vierte Ausschussmitglied Dipl.-Stom. Marina Kaiser.

Internetseiten der Zahnärztekammer für Patienten jetzt auch in Leichter Sprache

Internetseiten der Zahnärztekammer für Patienten jetzt auch in Leichter Sprache

Bereits seit langer Zeit stellt die Zahnärztekammer auf ihrer Internetseite Informationen für Patientinnen und Patienten bereit (https://www.zaek-sa.de/patienten/) . Seit November wird dieser Bereich nun auch in leichter Sprache angeboten.

Die Texte des barrierefreien Angebots wurden von einem zertifizierten Unternehmen in die „Leichte Sprache“ im Sprachniveau A2 übersetzt und nach den geltenden Qualitätsregeln geprüft. Ziel von Leichter Sprache ist es, die oft schwierigen und komplexen Sachverhalte durch eine einfache sprachliche Ausdrucksweise besonders leicht verständlich zu machen. Dies hilft sowohl Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder einer Leseschwäche, als auch Menschen, für die Deutsch nicht die Muttersprache ist. Bilder und Piktogramme unterstützen zusätzlich die Strukturierung der Inhalte.

Das Angebot ist unter www.leichtesprache.zaek-sa.de  oder über den Button „Leichte Sprache“ auf der Startseite unter www.zaek-sa.de erreichbar.

Dr. Nicole Primas, Mitglied des Vorstands und Referentin für Prävention betont die Bedeutung eines solchen Angebots:

„Wie wichtig es ist, dass unsere Patientinnen und Patienten alle Informationen, die wir ihnen geben, gut verstehen, wissen wir alle aus unserem Praxisalltag. Denn Verstehen ist die Grundlage dafür, eine Entscheidung zu treffen oder sich eine Meinung zu bilden. Nur wenn Menschen alle wichtigen Informationen ausreichend verstehen können, können sie selbstbestimmt leben und verantwortungsbewusst mitentscheiden. Dass die Zahnärztekammer ihre Seiten für Patienten nun auch in leichter Sprache anbietet, ist ein wichtiger Beitrag zum Abbau von Barrieren, auf den wir zu Recht stolz sein können.“

Journalisten und Zahnärzteschaft erkunden gemeinsam Vergangenheit und Zukunft der Zahnheilkunde

Journalisten und Zahnärzteschaft erkunden gemeinsam Vergangenheit und Zukunft der Zahnheilkunde

Vom Inka-Zahnstocher bis zur Klammerprothese aus dem 3D-Drucker: Bei der 14. Auflage des Mitteldeutschen Medienseminars haben die Landeszahnärztekammer Sachsen und die Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt Medienvertreter beider Länder am Freitag, 15. Oktober und Sonnabend, 16. Oktober 2021 auf eine Reise von der Vergangenheit in die Zukunft der Zahnheilkunde ins sächsische Grimma eingeladen.

Erster Programmpunkt war ein beeindruckender Besuch im Dentalhistorischen Museum im nahen Zschadraß, wo Hausherr und Zahntechnikermeister Andreas Haesler die Gruppe durch seine „Schatzkammer“ mit einer halben Million Exponaten, vielmals aus dem Nachlass großer Persönlichkeiten, führte. Im Fokus stand dabei exemplarisch das Schicksal der Sammlung Proskauer-Witt aus Bestand der Bundeszahnärztekammer, die dort derzeit begutachtet, katalogisiert und dokumentiert wird. Bei einem gemeinsamen Abendessen gab es anschließend Gelegenheit zu Kennenlernen und Austausch.

Dentalhistorisches Museum Zschadraß
Medienseminar Oktober 2021

Am Sonnabendvormittag ging es nach der Begrüßung durch den sächsischen Kammerpräsidenten Dr. Thomas Breyer und ZÄK-Vorstandsmitglied Dr. Dirk Wagner um die Zukunft der Zahnmedizin – wie digital ist die Zahnheilkunde bereits? Kommen Zähne und Prothesen in einigen Jahren aus dem 3D-Drucker? Darüber berichten PD Dr. Angelika Rauch M.Sc. von der Universität Leipzig und Dipl.-Ing. Juliane Moritz vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden.

Einen ausführlichen Bericht zum 14. Medienseminar finden Sie in der November-Ausgabe der Zahnärztlichen Nachrichten Sachsen-Anhalt.