Das News Archiv der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt

„AzuBiss“: Mundgesund im Pflegeheim

„AzuBiss“: Mundgesund im Pflegeheim

Der Anteil pflegebedürftiger Menschen an der Gesamtbevölkerung Sachsen-Anhalts liegt einer aktuellen Mitteilung des Landesamtes für Statistik zufolge bereits bei 10 %, bis 2040 soll die Zahl auf 220.200 Pflegebedürftige ansteigen, was 12 % der Bevölkerung entspricht – gleichzeitig schrumpft das Arbeitskräftepotenzial im Land deutlich (– 21 %). Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig Projekte wie „AzuBiss“ sind. Die gemeinsamen Projekttage „AzuBiss“ der Berufsbildenden Schule (BBS) „Otto Schlein“ in Magdeburg und des Referates Prävention der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt gibt es bereits seit 2013, in der aktuellen Form fanden sie im Februar und März 2026 bereits zum neunten Mal statt.

Das Prinzip ist so simpel wie genial: Auszubildende als Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) und als Pflegefachfrauen/-männer der BBS im zweiten Lehrjahr lernen mehr über die Zahn- und Mundgesundheit Pflegebedürftiger und schauen über den Tellerrand der anderen Berufsgruppe. Ursprünglich waren auch die Zahntechnik-Auszubildenden mit von der Partie. Neu in diesem Jahr: Nach einem Impulsvortrag von ZÄK-Präventionsreferentin Dr. Nicole Primas ging es in die Gruppenarbeit und die Auszubildenden erarbeiteten sich gemeinsam Wissen über Themen wie Krankheiten des Mundraumes, Auswirkungen von Medikamenten oder Möglichkeiten zur Reduzierung von Barrieren. Praktisch ging es weiter: In Stationsarbeit konnten die Auszubildenden nachfühlen, wie es ist, gebrechlich zu sein. Möglich macht dies z. B. der Altersanzug „Gert“ der ZÄK. ZÄK-Mitarbeiterin Julia Fleischer demonstrierte aber auch, wie schwierig es ist, mit Tremor Dokumente auszufüllen bzw. diese mit alterstypischen Augenkrankheiten unter Zeitdruck zu lesen. Im Pflegekabinett wurde das Umlagern von Patienten geübt und Dr. Nicole Primas demonstrierte, wie man bei bettlägerigen Menschen am besten Mundpflege betreibt. Der Projekttag „AzuBiss“ ist mittlerweile fester Bestandteil der Ausbildung an der BBS „Otto Schlein“. Entstanden ist das Projekt „AzuBiss“ ursprünglich aus der Initiative „Altern mit Biss“ gemeinsam mit der Landesvereinigung für Gesundheit (LVG), weil das Pflegepersonal in Sachsen-Anhalt immer noch Wissensdefizite beim Thema Mundgesundheit bei Pflegebedürftigen aufweist.

Bitte teilnehmen: Internationale Umfrage zu Chancen und Herausforderungen von Zahnärztinnen

Bitte teilnehmen: Internationale Umfrage zu Chancen und Herausforderungen von Zahnärztinnen

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) bittet alle Zahnärztinnen in Sachsen-Anhalt im Rahmen einer Internationalen Studie um Teilnahme an einer aktuellen Umfrage zur aktuellen Situation, den Chancen und den Herausforderungen von Zahnärztinnen weltweit.

 

Ob in der Praxis, in der Wissenschaft, der Lehre oder der standespolitischen Arbeit – Zahnärztinnen bringen wertvolle Perspektiven in unseren Beruf ein. Gleichzeitig erleben wir je nach Land, System und persönlichem Werdegang sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen. Genau diese Vielfalt an Erfahrungen soll mit dieser Studie sichtbar machen und besser verstanden werden.

 

Die Beantwortung dauert nur einige wenige Minuten, ist selbstverständlich freiwillig und erfolgt anonym. Ihre persönliche Einschätzung trägt wesentlich dazu bei, ein realistisches und aussagekräftiges Bild der Situation von Zahnärztinnen auf internationaler Ebene zu zeichnen. Jede einzelne Teilnahme hilft, unsere gemeinsame Stimme zu stärken und zukünftige Initiativen, Programme und Empfehlungen fundiert weiterzuentwickeln, teilte BZÄK-Präsidentin Dr. Romy Ermler mit und bedankte sich im Vorfeld bereits für die Zeit, Kollegialität und Unterstützung.

 

Umfrage: WDW Persönlicher Fragebogen für einzelne Zahnärztinnen  (persönliche Erfahrungen)

Austausch eHBA (ECC-only)

Austausch eHBA (ECC-only)

Der Hersteller medisign hat uns informiert, dass er auf Anweisung der gematik alle ab Januar 2026 herausgegebenen eHBA (ECC-only) tauschen muss.

 

Hintergrund:

Im Rahmen einer technischen Analyse wurde eine Fehlkonfiguration im Personalisierungsprozess der eHBAs festgestellt. Hierbei liegt kein Sicherheitsproblem vor, vielmehr kann es zu Problemen bzgl. der Interoperabilität mit Konnektoren führen. Der bei der Personalisierung zwingend erzeugte RSA-Schlüssel ist bei diesen Karten nicht deaktiviert und kann u. U. zu einer ungültigen Signatur ohne Zertifikate führen. Um eine stabile und störungsfreie Nutzung sicherzustellen, werden alle bereits ausgegebenen betroffenen Karten ausgetauscht.

 

Vorgehen:

  • Alle betroffenen Karteninhaber werden vorab über den Austausch, die nächsten Schritte sowie die Inbetriebnahme per eMail informiert.
  • Auf Basis der vorliegenden Anträge werden Ersatzkarten produziert und an die Karteninhaber versendet.
  • Nach erfolgreicher Freischaltung und Inbetriebnahme der neuen Karte wird die alte Karte gesperrt und ist anschließend nicht mehr nutzbar.

Die fünfjährige Aktualisierung der Kenntnisse im Strahlenschutz für ZFA / zahnärztliche Assistenz 2027

Die fünfjährige Aktualisierung der Kenntnisse im Strahlenschutz für ZFA / zahnärztliche Assistenz 2027

Zur Information für alle, die 2027 ihre Kenntnisse im Strahlenschutz aktualisieren müssen: Anmeldungen sind noch nicht möglich, werden aber wie gewohnt rechtzeitig zur Wahrung aller Fristen auf unserer Homepage veröffentlicht und freigeschaltet. Es werden keine Voranmeldungslisten geführt!

14. ZMV-Aufstiegsfortbildung endet mit Feierstunde

14. ZMV-Aufstiegsfortbildung endet mit Feierstunde

Es ist geschafft: Mit einer Feierstunde ist am 23. Januar 2026 die 14. Aufstiegsfortbildung zum / zur Zahnmedizinischen Verwaltungsangestellten (ZMV) zu Ende gegangen. Es handelt sich um den ersten ZMV-Kurs seit knapp sieben Jahren. Im Namen der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt überreichten Vorstandsmitglied Dr. Nicole Primas und ZÄK-Mitarbeiterin Jessica Vorstadt den glücklichen Absolventinnen ihr Zertifikat. Hinter den ursprünglich insgesamt 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Sachsen-Anhalt liegt ein Jahr intensive, berufsbegleitende Arbeit.

Mehr als 400 Stunden beschäftigten sich die Kursteilnehmenden mit Themen wie Abrechnungswesen, Praxisorganisation und -management, Rhetorik/Kommunikation, aber auch Psychologie/Pädagogik-Modulen, dazu kamen neben einer umfangreichen schriftlichen Prüfung auch eine mündliche Abschlusspräsentation. Teile der Ausbildung liefen auch im Philipp-Pfaff-Institut Berlin und der FIT Bildungs-GmbH Magdeburg. Die Jahrgangsbeste Nicole Kunze sagte, sie fühle sich nun sicherer bei Abrechnung und Dokumentation und habe ganz neue Einblicke in das Praxisgefüge erhalten, insbesondere juristisch.

Dr. Nicole Primas dankte den frisch gebackenen ZMV für ihr Engagement. Die Aufstiegsfortbildung sei weit mehr als eine formale Qualifikation, denn angesichts des wachsenden Verwaltungsaufwandes sei der Bedarf für ZMV in den Praxen hoch – sie entlasten die Zahnärztinnen und Zahnärzte, denen so mehr Zeit für die Patienten bleibt.

Förderpreis der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt 2025 geht in die Schweiz

Förderpreis der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt 2025 geht in die Schweiz

Der mit 2.500 Euro dotierte Förderpreis 2025 der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt geht an die Arbeitsgruppe um Dr. Enno Kramer von der Klinik für Zahnerhaltung, Präventiv- und Kinderzahnmedizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Bern (Schweiz). Das Forscherteam überzeugte die hochkarätige Förderpreis-Jury mit einer Untersuchung zum Langzeiterfolg postendodontischer Stiftversorgungen in deutschen Zahnarztpraxen.

Die Arbeitsgruppe um den Nordener Zahnarzt Dr. Enno Kramer untersuchte in einer prospektiven Kohortenstudie das Überleben endodontisch behandelter Zähne, die mit Stiften restauriert wurden, über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren und suchte nach Faktoren, die ihre Langlebigkeit beeinflussen. Dabei zeigte sich, dass im mittleren Beobachtungszeitraum drei Viertel der Restaurationen überlebten und mehr als die Hälfte ohne klinische oder radiologische Mängel funktionstüchtig blieb. Das (Re-) Zementieren alter (Teleskop-)Kronen reduzierte die Haltbarkeit der Restaurationen jedoch deutlich. Die Forscher stellten außerdem fest, dass Restaurationen mit zwei proximalen Kontakten deutlich langlebiger waren.

Die Jury würdigte den hohen Praxisbezug der Studie. „Die Studie aus Bern zeigt, wie gut deutsche Zahnarztpraxen bei endodontischen Versorgungen arbeiten“, sagte Juryvorsitzender und Kammerpräsident Dr. Carsten Hünecke. Insbesondere das Wissen um das deutlich erhöhte Ausfallrisiko beim Rezementieren alter Kronen sei für den Behandlungsalltag hilfreich, so der Magdeburger Zahnarzt.

 

Der seit 2001 ausgelobte Förderpreis der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt wird traditionell im Rahmen des gemeinsam mit der Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der Martin-Luther-Universität Halle (Saale) jährlich veranstalteten ZahnÄrztetages Ende Januar im Magdeburger Herrenkrug in Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Politik und Zahnärzteschaft verliehen. Der Förderpreis 2026 wurde bereits ausgeschrieben – Vorschläge können bis Ende Juni 2026 bei der ZÄK eingereicht werden.

Jubiläum: 25 Jahre im Dienst der Auszubildenden

Jubiläum: 25 Jahre im Dienst der Auszubildenden

Seit Januar 2001 und damit seit 25 Jahren ist Cornelia Stapke bei der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt für die Ausbildung der Zahnmedizinischen Fachangestellten zuständig – wobei sie bereits vorher neben ihrer Arbeit in der Zahnarztpraxis einmal pro Woche die heutige Geschäftsführerin Christina Glaser unterstützte. Die Arbeit im Referat hat sich seit damals stetig verändert – wurden damals noch Zeugnisse mit der Hand geschrieben, läuft nun vieles digital ab. Gab es Anfang der Neunziger noch 300 Azubis pro Ausbildungsjahr, sind es jetzt nur noch etwas mehr als hundert, und das Referat wirbt regelmäßig auf Messen und in Schulen für den ZFA-Beruf, um den Nachwuchs für die Praxen zu sichern. Nicht zuletzt ist Cornelia Stapke auch Vertrauensperson, an die sich Azubis, aber auch Praxen immer mit Fragen und bei Problemen wenden können. Die ZÄK gratuliert herzlich zum Dienstjubiläum!

Dokumentation der zahnärztlichen Vorsorge: Gelbes U-Heft und Zahngesundheitspass

Dokumentation der zahnärztlichen Vorsorge: Gelbes U-Heft und Zahngesundheitspass

Seit dem 1. Januar 2026 werden die zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen (Z1–Z6) verbindlich im sogenannten Gelben U-Heft dokumentiert. Diese Neuerung stärkt die frühzeitige zahnärztliche Vorsorge und erhöht deren Sichtbarkeit für Eltern und Sorgeberechtigte. Vor diesem Hintergrund erreichen uns aktuell vermehrt Rückfragen zum weiteren Umgang mit den bislang verwendeten Zahngesundheitspässen.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege Sachsen-Anhalt e.V. (LAGJ) hat hierzu eine Klarstellung formuliert. Wesentliche Punkte aus dem Schreiben der LAGJ:

  • Für Kinder ab sechs Jahren ist der Zahngesundheitspass weiterhin erforderlich, da es für diese Altersgruppe bislang keine alternative Dokumentationsmöglichkeit gibt.
  • Das Gelbe U-Heft enthält keine Felder zur Dokumentation zahnärztlicher Reihenuntersuchungen, Maßnahmen der Gruppenprophylaxe sowie Fluoridierungsmaßnahmen des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD).
  • Der Zahngesundheitspass dient weiterhin als wichtiges Kommunikationsinstrument zwischen ÖGD und Zahnarztpraxen.
  • Eine mögliche Lösung über zusätzliche Einlegeblätter wird derzeit geprüft, ist jedoch noch nicht abschließend geregelt.
  • Zwar besteht keine Verpflichtung, den Zahngesundheitspass in der Praxis abzustempeln, die LAGJ bittet jedoch ausdrücklich darum, dies übergangsweise weiterhin zu tun, um die Zusammenarbeit und den Informationsfluss mit dem ÖGD aufrechtzuerhalten.

Die Einführung der Dokumentation im Gelben U-Heft ersetzt nicht den Zahngesundheitspass in allen Bereichen. Bis zu einer abschließenden landes- bzw. bundesweiten Regelung empfiehlt es sich, beide Dokumentationswege parallel zu unterstützen.

eHBA-Tausch: Übergangsfrist läuft bis Mitte 2026

Den eHBA der Generation 2.0, die eigentlich bis 31.12.2025 ausgetauscht werden sollten, wurde von gematik und Bundesnetzagentur eine Übergangsfrist bis Ende Juni 2026 eingeräumt. Rund 3.000 Kunden von D-Trust und Medisign haben bisher nicht auf die Anschreiben reagiert. Die betroffenen Karteninhaberinnen und -inhaber sollten – trotz Übergangsfrist – nicht zögern und möglichst schnell einen neuen eHBA bestellen.

 

Neuer Kartentausch

Nun startet ein weiterer Kartentausch: Bis zum 30. Juni 2026 müssen alle eHBA mit Chips des Herstellers Idemia gegen neue Karten ausgetauscht werden. Betroffen sind hier alle eHBAs von SHC, die bis Mitte November 2025 ausgegeben wurden, sowie alle eHBAs von D-Trust, die bis einschließlich Januar 2025 ausgegeben wurden.

 

Aufgrund von sicherheitsrelevanten Erkenntnissen ist der Austausch erforderlich. Auch wenn ein Missbrauch unter den gegebenen Umständen als sehr unwahrscheinlich gilt (insbesondere, da dafür der eHBA sowie die zugehörige PIN benötigt werden), wird der Austausch aus Vorsorgegründen durchgeführt.

 

Was bedeutet das für Zahnärztinnen und Zahnärzte?

Betroffene erhalten neue, sichere Karten – entweder als Austausch- oder Folgekarten. Sobald diese von Ihrem Anbieter eine entsprechende Aufforderung erhalten, sollten sie schnell reagieren. Sofern sich keine wesentlichen Kundendaten geändert haben, ist ein vereinfachtes Austauschverfahren vorgesehen.

 

Warum ist der Austausch wichtig?

Nur mit einem gültigen eHBA können Sie weiterhin sicher auf die Telematikinfrastruktur zugreifen und die Anwendungen wie bspw. E-Rezept, EBZ und eAU nutzen.

 

Wieso müssen eHBAs manchmal ausgetauscht werden?

Die eHBAs sind wesentliche Bausteine einer Sicherheitsinfrastruktur. Da sie weitreichende Funktionen haben (eine Unterschrift mit dem eHBA ist der handschriftlichen Unterschrift rechtlich gleichgestellt), unterliegen sie hohen Sicherheitsanforderungen. Diese Sicherheitsanforderungen beziehen sich auf Komponenten (Chip), Herausgabeprozesse und Anbieter/ Herausgeber. Das Gesamtpaket muss zu jeder Zeit höchsten Anforderungen genügen, einzelne Aspekte werden regelmäßig überprüft. So wird z.B. die Einschätzung, welche Kryptographie für die nächsten fünf Jahre als sicher erachtet werden kann, jährlich überprüft. Sobald ein Detail des Gesamtpakets nicht mehr als ausreichend sicher erachtet wird, muss gehandelt werden.

 

Ansprechpartnerin bei der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt ist Manuela Kessler,  0391 / 739 39 25.

Zahnschmerzen an den Feiertagen? Das ist zu beachten!

Zahnschmerzen an den Feiertagen? Das ist zu beachten!

Süßigkeiten naschen, deftige Speisen genießen, in geselliger Runde Glühwein trinken – in den letzten Wochen des Jahres dreht sich vieles um das leibliche Wohl. Die Leckereien sind Balsam für die Seele, aber eine Herausforderung für die Zahn- und Mundgesundheit. Doch was tun, wenn man über die Feiertage Zahnschmerzen bekommt und die Zahnärztin oder der Zahnarzt des Vertrauens nicht geöffnet hat? „Für plötzlich auftretende Krankheitsfälle der Zähne und des Mundraumes bietet die Zahnärzteschaft Sachsen-Anhalts ihren Patienten in der sprechstundenfreien Zeit überall im Land Notfall-Sprechstunden an. Sie werden von Zahnärztinnen und Zahnärzten geleistet, die dafür an den Wochenenden und Feiertagen ihre Praxis stundenweise geöffnet halten und sich zusätzlich in Rufbereitschaft befinden“, erklärt Dr. Dirk Wagner, Vorstandsmitglied der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt und Zahnarzt in Magdeburg. Die Notaufnahmen von Krankenhäusern, z. B. des Universitätsklinikums Magdeburg, seien bei Zahnschmerzen nicht die richtige Anlaufstelle, betont er.

Zu beachten ist auch, dass es sich beim zahnärztlichen Notdienst nicht um eine normale Sprechstunde und auch nicht um eine Praxisvertretung wie z. B. während des Urlaubs handelt. „Sie ist allein zur Behandlung dringender, nicht aufschiebbarer Fälle eingerichtet – beispielsweise bei Unfallverletzungen, Nachblutungen nach zahnärztlichen oder chirurgischen Eingriffen sowie fieberhaften Infektionen. Der Zahnarzt kann und darf hier nur Maßnahmen zur Schmerzbeseitigung und -linderung sowie zur Verhinderung eines Fortschreitens der akuten Krankheitssituation des Patienten ergreifen“, so Dirk Wagner. Jeder Notfall-Patient sollte sich zur weiteren Behandlung und zum Abschluss der begonnenen Therapie bei seinem Hauszahnarzt in dessen regulärer Sprechstunde vorstellen.

 

Wer den Notdienst jeweils sicherstellt, ist auf der Internetseite der Zahnärztekammer unter www.zaek-sa.de/patienten/zahnaerztlicher-notdienst/ und in regionalen Tageszeitungen veröffentlicht oder über die Rettungsleitstellen der Kreise sowie Notfallbereitschaften der Krankenhäuser zu erfahren.