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2011

 

  • 12. Januar 2011           16. Neujahrsempfang der Heilberufe; die Landesregierung ist durch den Ministerpräsidenten Prof. Dr. Wolfgang Böhmer und Gesundheitsminister Norbert Bischoff vertreten. Der Ministerpräsident, der bei den bevorstehenden Landtagswahlen nicht wieder antreten wird, ist von Beruf Gynäkologe und appellierte an seine Berufskollegen als Fazit seiner politischen Erfahrungen, die Ärzteschaft müsse „so weit wie möglich beieinanderstehen“, sonst würden Entscheidungen zum Gesundheitswesen nur noch von Juristen, Ökonomen und Betriebswirten getroffen, und daran könne keinem gelegen sein. 

  • Januar 2011           54 Prozent der in der Barometer-Umfrage der Zahnärztlichen Nachrichten Sachsen-Anhalt befragten Zahnärzte bezeichnen ihre berufliche Zufriedenheit am Start des neuen Jahres als gut; 2006 hatten diese Auskunft nur 22 Prozent der Befragten gegeben und 2004 sogar nur 14 Prozent. Trotz zahlreicher Probleme mit der Gesundheitspolitik erwarten 22 Prozent eine positive Entwicklung ihrer Praxis in den nächsten fünf Jahren (2006: 6 Prozent, 2004: 9 Prozent) und sind allgemein überwiegend optimistisch (35 Prozent; 2006: 13 Prozent; 2004: 21 Prozent).

  • 29. Januar 2011           19. ZahnÄrztetag Sachsen-Anhalt. Wissenschaftliches Thema: „Aktuelle Diagnostik und Therapie in der Parodontologie“. Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Dr. Klaus Louis Gerlach, Magdeburg. 200 Teilnehmer. Der Präsident der Zahnärztekammer, Dr. Frank Dreihaupt, kann drei Auszeichnungen verdienter Zahnärzte vornehmen: Mit der Silbernen Ehrennadel der deutschen Zahnärzteschaft werden Dr. Heidrun Petzold, Magdeburg, ZÄK-Vorstandsmitglied seit 1991 und engagierte Referentin für präventive Zahnheilkunde, sowie Prof. Dr. Detlef Schneider, Halle (Saale), seit acht Jahren ZÄK-Vorstandsmitglied und erfolgreicher Referent für Fort- und Weiterbildung, geehrt. Prof. Dr. Fritz Taege, seit 1993 Mitglied des Schlichtungsausschusses und seit 1997 Berater in der Patientenberatungsstelle der Zahnärztekammer, erhält die Ehrengabe der Zahnärztekammer, eine hölzerne Statuette der Heiligen Apollonia.

  • 29. Januar 2011           Der Erwin-Reichenbach-Förderpreis 2010 der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt wird an Rita Pollack, Halle (Saale), übergeben. Thema der ausgezeichneten Arbeit: „Prüfsystem für die Bestimmung der Bakteriendurchlässigkeit von Wurzelkanalfüllungen“.

  • Februar 2011           Der Wahlleiter gibt des Startschuss für die Wahlen zur sechsten Legislaturperiode der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt.

  • 2. Februar 2011           5. Landesgesundheitskonferenz Sachsen-Anhalt. Die Zahnärztekammer ist durch Dr. Heidrun Petzold vertreten, die das Forum nutzt, um eindringlich dafür zu werben, angesichts der Erfolge bei der Verbesserung der Zahngesundheit von Kindern (u. a. belegt in der aktuellen DAJ-Studie) nicht in den Anstrengungen nachzulassen, sondern die Prophylaxe unvermindert weiter zu betreiben.

  • März 2011           Die Techniker Krankenkasse konnte erneut dafür gewonnen werden, 600 Zahnrettungsboxen für die Grundschulen des Landes zu finanzieren. Erstmals erhalten die Schulen auch ein Formular, mit dem sie gegenüber der Zahnärztekammer den Gebrauch einer Rettungsbox dokumentieren und einen Ersatz bestellen können.

  • 30. März 2011           Treffen des Kammervorstandes mit Zahnärzten aus dem Öffentlichen Gesundheitsdienst. Themen sind u. a. die Bemühungen um einen Konsens mit den Kinderärzten bezüglich der Fluoridanwendung bei Kindern sowie der Umgang mit dem Zahngesundheitspass als Mittler zwischen Gruppen- und Individualprophylaxe.

  • 9. April 2011           Informationsveranstaltung des Kammervorstandes für Kreisstellenvorsitzende.  Thema ist vor allem der Referentenentwurf für die GOZ-Novellierung. Er sieht zwar die von der Zahnärzteschaft bekämpfte Öffnungsklausel für die Private Krankenversicherung nicht vor, enthält aber auch keine Punktwertanhebung, die die Zahnärzte gefordert hatten. Durch Neubewertung bzw. Neuaufnahme von Leistungen steigt das Honorarvolumen voraussichtlich um 6 Prozent – auch das liegt weit unter den Erwartungen der Zahnärzte.

  • 14. April 2011           Der 7.000. Ratsuchende sucht die Patientenberatungsstelle der Zahnärztekammer auf. Er wird in Halle (Saale) vom dortigen Berater Dr. Eckart Bohley und vom Referenten für Öffentlichkeitsarbeit im Vorstand der Zahnärztekammer, Dr. Dirk Wagner, begrüßt.

  • 11. bis 14. April 2011           Zahnrettungswoche in Sachsen-Anhalt mit sehr guter Medienresonanz. Im Mittelpunkt stehen Prophylaxe und Zahnschutz bei Risikosportarten sowie die Verteilung der Zahnrettungsboxen an die Grundschulen des Landes. Dazu wird ein Poster „Spaß und jähes Ende? Bei Zahnunfällen richtig handeln“ veröffentlicht. Die Zahnärztekammer nimmt Kontakt zum Landessportbund auf, der im Ergebnis der Gespräche die Anschaffung von Zahnrettungsboxen auch allen Sportvereinen empfiehlt.

    In der fünften Ausschreibung der Liga der Kariesfreien des Landes können 1.037 Bewerber als Mitglieder aufgenommen werden.

  • 4. Mai 2011           Auszählung der Stimmen zur Kammerwahl für die sechste Legislaturperiode (2011 bis 2016). Mit 46,82 Prozent ist die Wahlbeteiligung so niedrig wie noch nie. Gewählt wurden 47 Delegierte der Kammerversammlung; ein Sitz wird frei bleiben, weil in Halle nur sieben statt der möglichen acht Kandidaten zur Wahl standen. In der neuen Kammerversammlung haben zehn Frauen Sitz und Stimme; das sind 21 Prozent der Delegierten angesichts von einem Zahnärztinnen-Anteil im Land von 58 Prozent.

  • 11. Mai 2011           Die Zahnärztekammer begeht mit einer Feierstunde ihr 20-jähriges Bestehen. Gekommen sind etwa hundert Gäste, unter ihnen der Gesundheitsminister des Landes, Norbert Bischoff, der BZÄK-Vizepräsident Dr. Dietmar Oesterreich und Dr. Dr. Henning Borchers, Anfang der 90er Jahre Vizepräsident der Zahnärztekammer Niedersachsen, die die ersten Schritte der ZÄK S.-A. hilfreich begleitet hatte.

  • 11. Mai 2011           Silberne Ehrennadel der deutschen Zahnärzteschaft für Prof. Dr. Dr. Johannes Schubert, Halle (Saale). Der Direktor der Universitätsklinik und -poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie wird für seine Verdienste um die Zahnklinik und die Ausbildung von Zahnärzten in Sachsen-Anhalt geehrt; als langjähriger geschäftsführender Direktor der Uni-Zahnklinik hatte er für die bauliche Sanierung und technische Modernisierung der Klinik in den 90er Jahren gesorgt.

  • 18. Mai 2011           Dessauer Abend. Gast ist Prof. Dr. Matthias Puhle, Leitender Direktor des Kulturhistorischen Museums und des Museumsamtes Magdeburg.

  • 20. bis 21. Mai 2011           5. Mitteldeutsches Medienseminar zur Zahnheilkunde in Halle (Saale). Ausrichter dieser gemeinsamen Veranstaltung der Zahnärztekammern Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist erneut die Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt. Das Fachprogramm, bestritten von Wissenschaftlern der Uni-Zahnklinik, beschäftigt sich mit Mund-Gesundheit.

  • 20. bis 21. Mai 2011           12. ZMP- und 9. ZMV-Tage der Zahnärztekammer in Magdeburg

  • 20. Mai 2011           Der 19. ZMP-Kurs des Erwin-Reichenbach-Fortbildungsinstituts wird offiziell mit der Zeugnisausgabe an 23 Absolventinnen beendet.

  • 25. Mai 2011           5.000 Euro, die bisher höchste Summe, werden als Erlös der Tombola des Zahnärzteballs 2011 dem 1991 gegründeten Verein „Kinder von Tschernobyl in der Region Halberstadt“ überreicht. Der Verein hat bereits 50 Kindergruppen aus der Region des Reaktorunglücks Ferien im Harz ermöglicht. Als Nutznießer der Tombola vorgeschlagen hatte ihn der Halberstädter Zahnarzt Jörg Rauch.

  • 25. Juni 2011           Konstituierende Sitzung der Kammerversammlung. Erstmals gibt es zwei Kandidaten für das Amt des Präsidenten; Herausforderer Dr. Dirk Wagner, Magdeburg, kann aber den langjährigen Amtsinhaber Dr. Frank Dreihaupt, Tangerhütte, nicht übertreffen. Zum Vizepräsidenten wird Ralph Buchholz, Burg, wiedergewählt. Vier der fünf Beisitzer sind neu im Vorstand: Dr. Nicole Primas, Magdeburg, Dr. Carsten Hünecke, Magdeburg, Dr. Mario Dietze, Merseburg, und PD Dr. Christian Gernhardt, Halle (Saale). Wiedergewählt wird Hubert Meister, Calbe (Saale). Die Kammerversammlung wählt außerdem die Mitglieder von zwölf satzungsgemäßen Ausschüssen und beschließt eine Satzungsänderung, nach der die Amtszeit der Kreisstellenleitungen, die bis Herbst neu zu wählen sind, der Legislaturperiode der Kammerversammlung (von vier auf fünf Jahre verlängert) angepasst werden soll.

  • 9. Juli 2011           Freisprechungsfeier für 127 Zahnmedizinische Fachangestellte in Magdeburg.

  • 16. bis 18. September 2011           19. Fortbildungstage der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt in Wernigerode. Wissenschaftliches Thema: „Chirurgische Zahnheilkunde aktuell“; wissenschaftlicher Leiter: Prof. Dr. Detlef Schneider, Halle (Saale). Besucherrekord mit 1.026 Teilnehmern, darunter 606 Zahnärzte.

  • 20. September 2011           Die Zahnärztekammer wird Mitglied der vom Demografie-Beirat der Landesregierung initiierten „Demografie-Allianz für Sachsen-Anhalt“. Die Allianz hat bei ihrer Gründung 54 Mitglieder – von den Universitäten des Landes über die Leopoldina bis zum DGB und dem Landeselternrat. Ihr Ziel ist es, zu einer nachhaltigen Bevölkerungspolitik in Sachsen-Anhalt beizutragen.

  • 7. und 8. Oktober 2011           Beteiligung der Zahnärztekammer an der Berufsorientierungsmesse „Perspektiven“ in Magdeburg

  • 5. November 2011     Start der zweiten großen Aktion zur Aktualisierung des Nachweises der Röntgenbefähigung durch Zahnärzte und Praxismitarbeiterinnen laut Strahlenschutzgesetz. Teilnehmen müssen all diejenigen, die zuletzt vor fünf Jahren diese Befähigung aktualisiert oder ihre Ausbildung abgeschlossen hatten, zu der der Nachweis der Kenntnisse gehörte. Die letzte von insgesamt sechs Tagesveranstaltungen für Zahnärzte und acht Halbtagsveranstaltungen für Praxismitarbeiterinnen, die von der Zahnärztekammer organisiert werden, findet am 9. Juni 2012 statt.

  • 16. November 2011           19. Dessauer Abend der Zahnärztekammer. Gast: Ralf Seibicke, Präsident des Landesrechnungshofes

  • November 2011           Die Zahnärztekammer veröffentlicht ein Informationsblatt für Patienten zur neuen staatlichen Gebührenordnung (GOZ), die am 1. Januar 2012 in Kraft treten wird. Darin wird auf die Polemik von gesetzlichen und privaten Krankenkassen eingegangen, die suggerieren, die Zahnärzte würden dann „kräftig steigende“ Honorare erhalten, wodurch der Zahnarztbesuch für die Patienten viel teurer werde (zn 11-2011).

  • 26. November 2011           Kammerversammlung. Im Mittelpunkt der Diskussion steht die GOZ-Novelle, die aus fachlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht für die Zahnärzte enttäuschend ausgefallen ist. Sie hatten mit der Honorarordnung der Zahnärzte (HOZ) eine moderne, präventionsorientierte und betriebswirtschaftlich angemessene Honorarordnung vorgelegt, die aber keine Berücksichtigung fand. Trotzdem hält die Kammerversammlung eine „Alles oder nichts“-Haltung, wie sie in Teilen der Zahnärzteschaft der Bundesrepublik diskutiert wird, nicht für zweckdienlich (die Kritiker wollen die Novellierung zurückweisen und sich nicht nach der neuen GOZ richten). Allerdings ist allein die Bundesregierung, in Abstimmung mit dem Bundesrat, der Verordnungsgeber; die Zahnärzte werden höchstens gehört, entscheiden aber nicht mit. Die Kammerversammlung fordert die Landesregierung auf, sie in ihren fortbestehenden legitimen Forderungen bezüglich der GOZ zu unterstützen.

    Weiterhin spricht sich die Kammerversammlung gegen eine von der Politik gewollte Konvergenz zwischen den Systemen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung aus, die zwangsläufig in eine „Einheitsversicherung“ münde. Die Landesregierung wird außerdem aufgefordert, die Bemühungen der Zahnärzte um eine angemessene zahnärztliche Versorgung von Patienten mit körperlichen und geistigen Einschränkungen „mit allen Mitteln“ zu unterstützen. Schließlich positioniert sich die Kammerversammlung in der Diskussion um die Akademisierung der Heilhilfsberufe und lehnt die Einführung von Bachelor-Studiengängen in diesem Bereich prinzipiell ab.

  • 7. Dezember 2011           Abschluss des zweiten Parodontologie-Curriculums des Erwin-Reichenbach-Instituts. Insgesamt haben elf Zahnärzte diese strukturierte Fortbildung erfolgreich absolviert.

  • 9. Dezember 2011           Exmatrikulationsfeier der Zahnärztekammer für 40 Absolventen des Zahnmedizinstudiums in Halle (Saale). 24 von ihnen, also 60 Prozent, sind Frauen.

 

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