Erste Hilfe für Menschen in Not: Tombola-Erlös des Zahnärztetages an Projekt open.med übergeben

Strahlende Gesichter beim Team des Projektes open.med der Hilfsorganisation „Ärzte der Welt“ in Magdeburg: Am 29. April 2026 haben Dr. Nicole Primas als Vorstandsmitglied der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt und Zahnärztin Astrid Raedler einen symbolischen Spendenscheck über 3.875 Euro überreicht. Das Geld stammt aus dem Erlös der Tombola des 32. Zahnärztetages und -balls von ZÄK und GZMK im Januar und soll der Unterstützung der im November 2024 gestarteten zahnärztlichen Sprechstunde dienen, die dort einmal im Monat von Freiwilligen, darunter auch Dr. Nicole Primas und Astrid Raedler, betreut wird. Das Geld wird in die Anschaffung neuer Hand- und Winkelstücke  sowie den Kauf von Gebrauchsmaterialien fließen, berichtete Dr. Primas.

OpenMed Spendenübergabe
Dr. Nicole Primas (l.) und Zahnärztin Astrid Raedler (r.) haben den symbolischen Spendenscheck am 29. April 2026 an „Ärzte-der-Welt“-Direktorin Katri Bertram (Mitte) und das open.med-Team mit Fabian Kunze und Verena Ruhsert übergeben.

Magdeburg sei im Übrigen die einzige Anlaufstelle von „Ärzte der Welt“ in Deutschland, die zahnmedizinische Hilfe biete, ergänzte Katri Bertram, Direktorin der deutschen Sektion, und lobte das große Engagement des hiesigen Teams.

Das Projektteam von open.med, das erst im Januar die Auszeichnung als „Magdeburger des Jahres 2025“ erhalten hatte, wendet sich speziell an Menschen ohne Krankenversicherung. Und der Bedarf ist groß: Geschätzt 500.000 bis eine Million Menschen sollen in Deutschland betroffen sein, z. B. Deutsche, die ihre Versichertenbeiträge nicht mehr zahlen können oder EU-Bürger, die arbeitslos und länger als drei Monate im Land sind. open.med bietet in Kooperation mit Arzt- und Facharztpraxen wöchentlich eine allgemeinmedizinische Sprechstunde sowie psychiatrisch-psychotherapeutische und pädiatrische Sprechstunden an, die von Ehrenamtlern betreut werden. Außerdem hilft man Betroffenen beim Weg zurück in die Versicherung.

Die monatliche zahnärztliche Sprechstunde ist übrigens sehr gefragt: Im Schnitt kommen jedes Mal sechs Patienten, denen bei akuten Problemen dank Behandlungsstuhl und mobiler Dentaleinheit sofort geholfen werden kann. Deshalb haben die von der Zahnärztekammer koordinierten Ehrenamtler schon über Ausweitung auf einen zweiwöchigen Rhythmus nachgedacht, doch dafür bräuchte es noch mehr Helferinnen und Helfer. Interessierte können sich gerne bei Koordinatorin Julia Fleischer von der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt unter 0391 / 73939-17 oder fleischer@zahnaerztekammer-sah.de melden.