News der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt

GZMK sagt Jahrestagung 2020 in Wittenberg ab

GZMK sagt Jahrestagung 2020 in Wittenberg ab

Die Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (GZMK) hat ihre traditionelle Jahrestagung in der Lutherstadt Wittenberg, die vom 20. bis 22. November 2020 hätte stattfinden sollen, abgesagt. Wie GZMK-Vorsitzender Prof. Dr. Christian Gernhardt mitteilte, habe der Vorstand dies vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Entwicklungen und Einschränkungen schweren Herzens beschlossen. Die im Moment geltenden Regeln hätten nur eine verminderte Teilnehmerzahl zugelassen und damit einen finanziellen Schaden der Gesellschaft impliziert. „Sicherlich wäre es auch nicht die Tagung geworden, die wir alle seit vielen Jahren gewohnt waren und genossen haben. Gerade auch der kollegiale Austausch, das Miteinander in Form des gemeinsamen Galaabends und der geplanten Rahmenaktivitäten wäre kaum oder nur in sehr abgeänderter Form möglich gewesen“, so Prof. Dr. Christian Gernhardt.

 

Eine GZMK-Mitgliederversammlung ist jedoch verpflichtend, zumal in diesem Jahr ein neuer Vorstand gewählt wird. Die Mitgliederversammlung wird am 20. November 2020 in Halle (Saale) stattfinden, genauere Informationen erhalten die GZMK-Mitglieder per Post. Im kommenden Jahr soll die Jahrestagung dann wieder im gewohnten Rahmen vom 12. bis 14. November 2020 in Wittenberg stattfinden.

Studie sucht Teilnehmer

Studie sucht Teilnehmer

Die Corona-Pandemie fordert die gesamte Welt. Hinsichtlich der Auswirkungen wird auch vor einem Anstieg von Kindesmisshandlung gewarnt, da Kinder vom Social Distancing besonders betroffen sind. Schon ohne pandemisches Geschehen waren die Prävalenzen erschreckend und die dentale Vernachlässigung wird bundesweit Zahnmediziner nach dieser Krise wahrscheinlich noch mehr beschäftigen als vorher. Doch es liegen in Deutschland bislang keine Zahlen zur Prävalenz von dentaler Vernachlässigung vor und wie in den Praxen damit umgegangen wird. Zudem ist unklar, welche Hilfen die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen benötigen, um angemessen zu reagieren.

 

Eine nationale Studie, initiiert von den Zentren für Medizinische Psychologie und für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, ermittelt nun unter der Leitung von PD Dr. Silke Pawils die Praxis hinsichtlich dentaler Vernachlässigung und soll daraus Handlungsempfehlungen für die Versorgung und Lehre ableiten. Die Teilnahme ist ab September möglich. Die Dauer für das Ausfüllen des Fragebogens beträgt ca. 5 bis 10 Minuten. Zur Umfrage geht es unter https://www.soscisurvey.de/dentalneglect/

Hilfsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Hilfsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Am 24.06.2020 hat das Bundeskabinett die Eckpunkte für das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ beschlossen.
Mit diesem Programm „Ausbildungsplätze sichern“ sollen Ausbildungsbetriebe und ausbildende Einrichtungen in den Gesundheits- und Sozialberufen in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation unterstützt und dazu motiviert werden, ihr Ausbildungsplatzangebot aufrecht zu erhalten und jungen Menschen die Fortführung und den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung zu ermöglichen.

 

Ausbildungsplätze sichern

4.060 Euro für herzkranke Kinder

4.060 Euro für herzkranke Kinder

Die Kinder der Sportgruppe „Bewegte Kinderherzen“ des VSB 1980 in Magdeburg dürfen sich über 4.060 Euro freuen – das ist die Summe, die die Zahnärzteschaft Sachsen-Anhalts bei der Tombola im Rahmen des diesjährigen Zahnärztetages am 25. Januar 2020 gesammelt hatte. Dr. Carsten Hünecke, Präsident der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt, übergab für das landesweit einmalige Projekt am 8. Juli 2020 in der Magdeburger Geschäftsstelle des Vereins einen symbolischen Spendenscheck an VSB-Geschäftsführer Jörg Möbius und Trainerin Marie Gottschalk sowie den fünfjährigen Charly, der in der Gruppe trainiert. Eigentlich sollte die Spendenübergabe für das im Februar gestartete Projekt im Rahmen der diesjährigen Herzwoche stattfinden – doch diese wurde im Zuge der Corona-Pandemie abgesagt, und auch das Training startet erst nach den Sommerferien wieder.

Doch der Bedarf ist hoch, denn herzkranke Kinder sind oft entwicklungsverzögert, was Motorik, Sprache und Kognition angeht, wie Trainerin Marie Gottschalk erklärt. Viele betroffene Eltern hätten Angst, dass ihren kranken Sprösslingen beim Sport etwas passiert. Körperliche Aktivität und Sport haben jedoch positive Effekte auf alle Bereiche der Entwicklung eines Kindes. In der Herzsportgruppe können sie in Begleitung zweier Trainer und eines Arztes ihren Bewegungsdrang ausleben und Kontakt zu Gleichaltrigen haben. Ziel ist die Verbesserung der kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit, dazu die Stärkung von Körper-, Material- und Sozialerfahrung. In jedem Fall stehe nicht Leistung im Vordergrund, sondern der Spaß, so Marie Gottschalk. Der Tombolaerlös fließt in Trainingsgeräte und medizinische Ausstattung, aber auch in die Aufwandsentschädigung für einen Mediziner, der jede Trainingsstunde begleitet.

Kammerversammlung: Altersvorsorge soll gestärkt werden

Kammerversammlung: Altersvorsorge soll gestärkt werden

Die Delegierten der Kammerversammlung der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt haben der vorletzten Sitzung dieser Legislaturperiode am 24. Juni 2020 im Magdeburger Ratswaage-Hotel den ersten Schritt für eine Satzungsänderung des Altersversorgungswerkes (AVW) der Kammer getan. Mit deutlicher Mehrheit gaben sie einem Vorstandsantrag grünes Licht, dem AVW-Verwaltungsausschuss die Aufgabe zu erteilen, bis zur nächsten ordentlichen Kammerversammlung im November 2020 einen Satzungsentwurf vorzulegen, der die vom Gesetzgeber verfügte Regelaltersgrenze von 67 Jahren ohne Rentenkürzungen und Dynamisierungen der Renten und Anwartschaften ermöglicht. Vorausgegangen war der Bericht des Kammerausschusses, der auf der vergangenen Kammerversammlung im November 2019 einberufen wurde und gemeinsam mit der AVW-Verwaltungsausschuss Handlungsoptionen für die Zukunft der Altersversorgung der Zahnärzte in Sachsen-Anhalt entwickeln sollte. Die Delegierten brachten vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der Umbenennung des Fortbildungsinstitutes der Kammer außerdem Änderungen der Geschäfts- und Kostenordnung, der Haushalts- und Kassenordnung, der Entschädigungsordnung sowie der Aufwandsentschädigung für die Mitglieder des AVW-Verwaltungsausschusses auf den Weg.

Trotz Corona: Zähneputzen in der Kita bleibt unverzichtbar

Trotz Corona: Zähneputzen in der Kita bleibt unverzichtbar

Das Landesjugendamt und das Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt haben in ihrem Ende Mai veröffentlichten Hygienekonzept den Kitas und Tagespflegeeinrichtungen im Land empfohlen, das Zähneputzen infolge der Corona-Pandemie „gegebenenfalls nach Rücksprache mit den Eltern vorübergehend auszusetzen“ (Ergänzungen zum Rahmenhygieneplan gem. § 36 Infektionsschutzgesetz für Kindereinrichtungen, S. 5). Während 2018 noch 95 Prozent der Kitas im Land regelmäßig die Zähne putzten, hat seit Beginn der Pandemie offenbar eine Reihe von Kitas in der (Not-)Betreuung das Zähneputzen eingestellt.

Diese Bedenken sind jedoch nicht gerechtfertigt, betont Dr. Nicole Primas, Referentin fü̈r präventive Zahnheilkunde im Vorstand der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt. Denn einerseits gebe es keine Hinweise auf ein erhöhtes Infektionsrisiko infolge des Putzens. Im Gegenteil, das Zähneputzen stärkt die Immunkompetenz und kann so helfen, eine Virusinfektion zu vermeiden oder ihren Verlauf abzumildern. „Außerdem ist zur Förderung der (Mund-)Gesundheit im Kindesalter eine effektive Zahnreinigung unumgänglich. Bereits im Kleinkindalter sollte ergänzend zur häuslichen Zahnpflege durch die Eltern ein Zahnputztraining in der Kita erfolgen. Neben der Zahnreinigung erlernen die Kinder dabei zahlreiche, wichtige Fähigkeiten – Feinmotorik, Koordination, Körpergefühl, Toleranz, Ordnung, Konzentration, Rücksicht und noch viele weitere“, erklärt die Magdeburger Zahnärztin.

 

Dazu kommt, dass fast ein Viertel der Kita-Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in Sachsen-Anhalt Zahlen des Landesamtes für Verbraucherschutz zufolge behandlungsbedürftige Zähne hat. Einer DAJ-Studie zufolge hatten 2017 nur 44 Prozent und damit nicht einmal jeder zweite 6- bis 7-Jährige naturgesunde Zähne. Damit ist Sachsen-Anhalt bundesweites Schlusslicht und weit vom 2004 formulierten Ziel der Weltgesundheitsorganisation WHO entfernt, das für dieses Jahr 80 Prozent kariesfreie Gebisse in dieser Altersgruppe anpeilte. Da Kinder erst ungefähr ab dem 8. Lebensjahr effektiv selbst die Zähne putzen können und nicht alle Eltern gleichermaßen auf die Mundhygiene ihrer Kinder achten, kommt dem Zähneputzen in der Kita umso größere Bedeutung bei, so Dr. Primas. Sie fordert die Kitas im Land deshalb auf, im Interesse ihrer Schützlinge die gute Arbeit fortzusetzen. Zahnbürsten und Zahnpasta gibt es kostenfrei beim Öffentlichen Gesundheitsdienst des jeweiligen Landkreises. Die dortigen Zahnärzte beraten außerdem gerne zum Infektionsrisiko beim Zähneputzen.

 

Süße Tees sind bald verboten

Süße Tees sind bald verboten

Für Baby- und Kleinkindertees wird es künftig ein Zuckerverbot geben. Eine entsprechende Verordnung wurde am 15. Mai 2020 im Bundesrat angenommen, wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mitteilte. Konkret ist ein Verbot des Zusatzes von Zucker, Honig, Fruchtsäften, -nektar, Malzextrakt oder anderen Sirupen oder Dicksäften zu Säuglings- und Kleinkindertees vorgesehen.

Verpflichtend sind außerdem künftig der Hinweis, dass bei der Zubereitung oder vor der Verabreichung auf die Zugabe von Zucker und anderen süßenden Zutaten verzichtet werden soll sowie die Kennzeichnungsvorgabe bzgl. des Alters, ab dem das Erzeugnis verwendet werden kann. Analog zum Mindestalter für die Einführung von Beikost beträgt dies vier vollendete Lebensmonate. Gültig ist die neue Verordnung für Erzeugnisse, die später als sechs Monate nach Inkrafttreten der Verordnung hergestellt worden sind, also etwa ab Jahresende 2020. Die Vorgaben gelten sowohl für Erzeugnisse, die zubereitet werden müssen, als auch für verzehrfertige Getränke, so das Ministerium. Neben den „klassischen“ Angebotsformen von Säuglings- oder Kleinkindertees als Teebeutel, Pulver oder Granulat gibt es auch verzehrfertige Getränke mit der Zutat Kräuter- bzw. Früchtetee und z. B. Fruchtsaft als weiterer Zutat. Diese werden von der Verordnung miterfasst. Die Verordnung ist ein wichtiger Teil der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner. Die Strategie für weniger Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten wurde Ende 2018 vom Kabinett beschlossen. Kürzlich hatte es eine erste Zwischenbilanz des Max-Rubner-Instituts gegeben, die die Wirksamkeit der Strategie wissenschaftlich bestätigt.

Zahn(kul)tour in Schierke: 17. Juni 2020

Zahn(kul)tour in Schierke: 17. Juni 2020

Der Harz kam in den vergangenen Monaten kaum raus aus den Schlagzeilen: Waldbesitzer und Nationalpark streiten über die richtige Strategie gegen Borkenkäferplage und Waldsterben, Umweltschützer und Wirtschaftsförderer über eine Seilbahn und Wintersportmöglichkeiten in Schierke. Zwei Dürresommer und zahlreiche Stürme verursachten schwere Schäden im Baumbestand, die dramatisch anzusehen sind. Die Veranstaltungsreihe „Zahn(kul)tour“ (bislang „Dessauer Abend on tour“) macht deshalb Station in Schierke – aufgrund der Corona-Pandemie nunmehr am Mittwoch, 17. Juni 2020. Zusammen mit Dr. Friedhart Knolle von der Verwaltung des Nationalparkes Harz wird es eine einstündige Wanderung in und um Schierke geben, bevor die Gruppe zu Gespräch und Imbiss ins Schierker Café und Restaurant Winkler einkehrt. Treff ist um 18 Uhr am Parkhaus „Am Winterbergtor“ in Schierke. Interessierte Zahnärzte können sich ab sofort unter Angabe von Anschrift und Personenzahl per Mail sage@zahnaerztekammer-sah.de, Fax 0391 73939-20 oder Post (PF 39 51, 39014 Magdeburg) bei der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt anmelden. Wir freuen uns auf Sie!

Finanzgericht sucht ehrenamtliche Richter

Finanzgericht sucht ehrenamtliche Richter

Das Finanzgericht des Landes Sachsen-Anhalt sucht über die Berufsvertretungen neue ehrenamtliche Richterinnen und Richter. Die Amtszeit der aktuell tätigen Ehrenamtler endet am 30. September 2020. Ehrenamtliche Richter müssen Deutsche sein, das 25. Lebensjahr vollendet haben und ihren Wohnsitz oder gewerbliche / berufliche Niederlassung in Sachsen-Anhalt haben. Interessierte Zahnärztinnen und Zahnärzte können sich bis Ende Februar 2020 in der Zahnärztekammer melden, Tel. 0391 73939-11.

Förderpreis der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt geht an Dr. Anja Quast aus Göttingen

Förderpreis der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt geht an Dr. Anja Quast aus Göttingen

Die Kieferorthopädin Dr. Anja Quast vom Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Georg-August-Universität Göttingen ist Trägerin des Förderpreises 2019 der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt. Kammerpräsident Dr. Carsten Hünecke überreichte ihr den mit 2.500 Euro dotierten Preis, der neue und praxisnahe Erkenntnisse in der Zahnmedizin würdigt, am 25. Januar 2020 im Rahmen des 27. ZahnÄrztetages Sachsen-Anhalt.

 

Die prämierte Arbeit trägt den Titel „Evaluation prä- und intraoperativer Kondylenposition bei Dysgnathie-Patienten – eine prospektive klinische 3D Studie“. Darin untersuchte Anja Quast gemeinsam mit Johanna Trautmann und Petra Santander die zentrische Kondylenposition von Patienten im wachen und im narkotisierten Zustand. Wie sich zeigte, besteht bei jedem Patienten unter kieferorthopädisch-kieferchirurgischer Therapie das Risiko, den Kondylus intraoperativ in unphysiologischer Position zu fixieren. Insbesondere Operateure mit wenig klinischer Erfahrung sollten daher zur Erreichung eines vorhersagbaren und stabilen Ergebnisses auf Kondylenpositionierungshilfen zurückgreifen, schlussfolgerten die Autorinnen.