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15.10.2018

Elektronische Patientenakte, Elektronische Gesundheitsakte:

Was steckt dahinter?

 

Die Begriffe Gesundheitsakte und Patientenakte werden oft synonym verwendet, obwohl sehr unterschiedliche Konzepte damit verbunden sind.

 

Elektronische Gesundheitsakte (eGA)

Folgt man dem Sozialgesetzbuch, dann ist die Gesundheitsakte ein von der Krankenkasse individuell gestaltbares Instrument für das persönliche Gesundheitsmanagement der Versicherten. Patientenakten sind dagegen einheitlich strukturierte medizinische Archive zur effizienten Behandlung von Patienten, die auch ein strenges Zulassungsverfahren durch die gematik durchlaufen müssen. Während die Patientenakte von einem Arzt geführt wird und der Bürger nicht allein darauf zugreifen kann, ist bei der Gesundheitsakte der Patient alleiniger Eigentümer seiner Daten. Die Krankenkassen konzentrieren sich derzeit auf die Ausgestaltung „eigener" Gesundheitsakten für ihre Kunden. Immer mehr Anbieter von elektronischen Gesundheitsakten bringen daher ihre Produkte auf den Markt. Zahnärztinnen und Zahnärzte können eine elektronische Gesundheitsakte nutzen und unterstützen, wenn der Patient dies ausdrücklich wünscht. Eine Verpflichtung für den Zahnarzt, eine solche Anwendung zu unterstützen, besteht jedoch nicht.

 

16.08.2018

Aktuelle Informationen zur DSGVO und Checkliste

 

Die Vertreter der Landesdatenschutzbehörde, Herr Dr. Glage und Herr Nock, konnten während eines Gesprächstermins mit der Geschäftsführerin der Zahnärztekammer, Frau Glaser, in einigen Fragen für klare Aussagen und mehr Sicherheit beim Thema Datenschutz sorgen. So stellten sie heraus, dass eine Auftragsdatenverarbeitung zwischen Labor und Zahnarzt nicht vorliegt und kein entsprechender Vertrag geschlossen werden muss. Der Zahnarzt muss aber seine Patienten in der ausliegenden Datenschutzerklärung informieren, mit welchem Labor er zusammen arbeitet und welche Daten des Patienten dorthin gehen. Wenn dann der Patient im Laufe der Behandlung darüber informiert wird, dass nun ein Auftrag an das Labor ausgelöst wird und er signalisiert Zustimmung, dann reicht ein kleiner Vermerk in der Akte des Patienten. Eine schriftliche Einwilligung des Patienten ist definitiv nicht gefordert.

13.11.2017

Zahnarztwerbung – was muss beachtet werden?

 

Dass die Werbung im (zahn)ärztlichen Bereich grundsätzlich zulässig ist, steht längst außer Frage. Durch die ständige höchstrichterliche Rechtsprechung ist bereits geklärt, dass in den Bereich der durch Art. 12 Abs. 1 GG geschützten berufsbezogenen Tätigkeiten auch die berufliche Außendarstellung der Grundrechtsberechtigten einschließlich der Werbung für die Inanspruchnahme ihrer Dienste fällt.

 

 

24.05.2017

Darf eine zahnärztliche Behandlung unbestellter Schmerzpatienten während der regulären Sprechzeit abgelehnt werden?

 

Es gehört zu den vertragszahnärztlichen Pflichten sowohl am Notdienst zu den sprechstundenfreien Zeiten (§ 75 SGB V i.V.m. § 14 Berufsordnung der ZÄK bzw. der Notfalldienstordnung der ZÄK Sachsen-Anhalt) teilzunehmen als auch während der (regulären) Sprechstundenzeiten in Notfällen oder bei akuten Schmerzen eine Behandlung der unbestellten Schmerzpatienten zu übernehmen. Eine Behandlung der unbestellten Schmerzpatienten kann zwar zu einer Störung der terminlich geordneten Praxisabläufe führen, diese muss aber von den Vertragszahnärzten hingenommen werden. Eine Ablehnung der Behandlung bei akuten Schmerzen ist unzulässig und kann unter Umständen sogar strafbar sein, § 323c StGB [Unterlassene Hilfeleistung].

 

19.04.2017

Ist eine Krankenkasse verpflichtet, eine Abtretungsvereinbarung bei Direktabrechnung des Festzuschusses anzuerkennen?

 

Ein Zahnarzt kann ein Interesse daran haben, dass der an den Patienten auszuzahlende Festzuschuss direkt von einer Krankenkasse an den Zahnarzt überwiesen wird. Nach § 53 Abs. 2 Nr. 2 SGB I können Ansprüche auf Geldleistungen übertragen und verpfändet werden, wenn der zuständige Leistungsträger (hier: Krankenkasse) feststellt, dass die Übertragung oder Verpfändung im wohlverstandenen Interesse des Berechtigten (hier: Versicherten) liegt.

 

21.02.2017

Kann der Doktortitel in Personenstandsregistern eingetragen werden?

 

Der BGH (Beschluss vom 4. September 2013, Az.: XII ZB 526/12) hat hierzu entschieden, dass akademische Grade seit dem Inkrafttreten des reformierten Gesetzes am 1.1.2009 nicht mehr in Personenstandsregistern einzutragen sind.

 

 

19.12.2016

Wer darf für den Praxisinhaber Heil- und Kostenpläne, Verträge, Rezepte und Verträge unterschreiben?

 

In der Regel darf nur der vertragszahnärztlich zugelassene Praxisinhaber Heil- und Kostenpläne, Rezepte, Vordrucke, Verträge und ähnliches unterzeichnen. Dies folgt aus der Pflicht zur persönlichen Leistungserbringung.

 

 

09.02.2016

Was passiert bei der Validierung?

 

Der Rahmenvertragspartner der Zahnärztekammer
für Validierungen -ValiTech -informiert: Die Anforderungen an die hygienische Aufbereitung Reinigung/Desinfektion, Verpackung, Sterilisation in der Zahnarztpraxis sind komplex und es kommen ständig strengere Gesetze, Leitlinien und Normen hinzu. Die Pflicht zur Validierung besteht eigentlich bereits seit 1999 – nach einer langen Übergangszeit werden die Behörden, die für die Überwachung zuständig sind, in den letzten Jahren aktiver und achten zunehmend auf validierte Aufbereitungsprozesse. Grundsätzlich ist also leider auch jeder Zahnarzt in gleicher Weise wie eine chirurgische Praxis dafür verantwortlich, seine am Patienten zum Einsatz kommenden Medizinprodukte mit validierten Prozessen aufzubereiten.

 

15.12.2015

Was muss bei der Namensgebung einer Zahnarztpraxis beachtet werden?

 

Der Praxisname ist das Aushängeschild jeder Zahnarztpraxis. Die Praxis wird beworben und über lange Zeiten den Patienten bekannt gemacht. Häufig wurde viel Zeit und auch Geld in die Außendarstellung mit dem Praxisnamen investiert. Umso ärgerlicher ist es, wenn der Praxisname unzulässig ist und verändert werden muss. Die Folgen einer möglichen Abmahnung sind oft weitreichend: es müssen sofort alle Geschäftspapiere, der Internetauftritt und sämtliche Werbemaßnahmen umgeändert werden, was eine nicht unerhebliche Kostenbelastung für die Praxis nach sich zieht. Zeitgleich muss in kürzester Zeit ein neuer Name gefunden werden.

22.10.2015

Mit welchen Krankenkassen gibt es Vereinbarungen zur zahnmedizinischen Frühprävention?

 

Die KZV Sachsen-Anhalt schloss bereits in der Vergangenheit mit der BARMER GEK und der AOK Sachsen-Anhalt Vereinbarungen über die zahnmedizinische Prävention für versicherte Kleinkinder vom 6. bis 30. Lebensmonat. Nunmehr ist auch mit der KKH und der DAK Gesundheit ein Vertrag zustande gekommen.

 

 

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