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Propylaxetipps für Menschen mit Behinderung

 

Special Smiles - Gesund im Mund

 

Zahnärztekammer Sachsen-AnhaltMenschen mit Behinderung gehören zur Hochrisikogruppe für Karies- und Zahnfleischerkrankungen. Außerdem weisen die Ergebnisse verschiedener Studien zur Zahngesundheit von Menschen mit geistiger Behinderung insbesondere auf die Notwendigkeit einer besseren Prävention hin. Deshalb ist es wichtig, sie zu befähigen, selbstverantwortlich Gesundheitsrisiken zu erkennen und Methoden zu deren Vermeidung zu erlernen. 

 

Flyer: Richtig Zähne-Putzen

Text und Bild:

 http://specialolympics.de/sport-angebote/healthy-athletesR-gesunde-athleten/special-smiles-gesund-im-mund/

 

Zahnpflege für Menschen mit Behinderung und Pflegebedürftige jetzt auch in anschaulichen Videos

 

Zahnärztekammer Sachsen-AnhaltDas Problem Mundtrockenheit, spezielle Zahnbürsten mit einem rutschfesten dickerem Griff, die Aufnahme von Medikamenten, die Pflege von Zahnprothesen - das alles sind Themen, denen sich die Bundeszahnärztekammer gewidmet hat. Dadurch sind 12 tolle Videos entstanden, die informieren, wie man das Thema Mund- und Zahnpflege auch im Falle der Pflegebedürftigkeit und im Falle von körperlichen Einschränkungen bewältigen kann.

Hier geht es zu den Filmen: Zahnpflege für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung

 

Zahnpflege für Menschen mit Handicap

 

Zahnärztekammer Sachsen-AnhaltOb sich Menschen mit Behinderung die Zähne selber putzen, sie beim Putzen von einer anderen Person unterstützt werden oder sie komplett auf fremde Hilfe angewiesen sind: Motivation und Geduld, feste Rituale und die richtige Ausstattung können die Zahn- und Mundpflege fördern. Die Zahnpflege von Menschen mit Handicap funktioniert oft nicht ohne Hilfe. Hier ein paar Tipps für Patienten, Angehörige und Pflegekräfte.  Zahnpflege für Menschen mit Handicap


Einen Flyer zum Thema zahnärztliche Betreuung zu Hause für Ältere, Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen finden Sie bei der Bundeszahnärztekammer: Flyer zur zahnärztlichen Betreuung zu Hause

 

Wissenswertes

 

Zahnärztekammer Sachsen-AnhaltMenschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen können sich meist nur eingeschränkt selbst versorgen. Häufig sind sie zu ausreichender Mundhygiene nicht in der Lage, ernähren sie sich nicht gesund und nehmen die zahnmedizinischen Vorsorgemöglichkeiten nicht wahr; so kommt es, dass mit ihrer Behinderung auch ein erhöhtes Risiko verbunden ist, im Zahn- und Mundbereich zu erkranken.

Noch vor wenigen Jahren erfolgte meist eine auf die Therapie bestehender Erkrankungen ausgerichtete Behandlung der Patienten zentral in Praxen und Kliniken. Prävention und Gruppenprophylaxe erreichten diese Patienten selten oder gar nicht. Überarbeitetes und auf diesem Gebiet ungeschultes Pflegepersonal (vor allem in der häuslichen Pflege) und mangelnde Flexibilität der Pflegevorgänge, sowie nicht adäquat ausgestattete Einrichtungen, verhindern eine wirksame Früherkennung und Therapie der oralen Krankheitsbilder von der Patienten- und Betreuerseite aus.

 

Zahnärzte, die Menschen mit Behinderungen behandeln, sehen sich meist mit folgenden Problemen konfrontiert:

Spezielle Symptome der Erkrankung: Anatomische Anomalien, wie zum Beispiel Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder die syndromassoziierte Parodontitis bei Morbus Down, stellen grundlegende Probleme dar.

Mangelnde Mundhygiene: Durch motorische Probleme verbleiben Essensreste länger im Mund und wirken kariogen. Ginigivahyperplasien, ausgelöst durch krampfhemmende Medikamente, sind eine Hygienebarriere. Bei behinderten Patienten sind Karies und vor allem entzündliche Parodontalerkrankungen die Hauptursachen für Zahnverlust.

Der erschwerte Behandlungsablauf: Vor allem bei geistig behinderten oder spastisch gelähmten Patienten gestaltet sich auch in der modernen Zahnmedizin die Behandlung (vor allem für ungeübte oder nicht ausreichend ausgestattete Zahnärzte) noch problematisch oder langwieriger.

 

Die Erfahrung zeigt, dass Zahnärzte oft wegen Fehleinschätzung der Situation, erhöhter Schmerzschwelle oder Kommunikationsschwierigkeiten von Patienten mit den Betreuern erst bei hochakutem Behandlungsbedarf kontaktiert werden und dann meist Extraktionstherapie und Vollnarkosenbehandlung unumgänglich sind. Verlorene Zähne können selten hochwertig prothetisch versorgt werden. Zeit, Kosten und erschwerte Arbeitsvoraussetzungen verhindern eine hochwertige und prophylaktisch orientierte Versorgung behinderter Patienten. Die notwendige Mundhygiene zur Erhaltung des Ist-Zustandes bleibt meist aus. Studien zeigen hier, dass bei regelmäßigen häuslichen und zahnärztlichen Mundhygiene- und Prophylaxemaßnahmen die Erkrankungsrate deutlich gemindert wird.

 

Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt

 

Zahnärzte in Sachsen-Anhalt, die Erfahrung im Umgang mit Menschen mit Behinderungen haben und deren Praxen auf diese spezielle Behandlung ausgerichtet sind, können Sie hier abrufen.


Folgende Dokumente stehen im Downloadbereich für die Patienten zur Verfügung.

 

Praxisführer für Patienten mit Behinderungen

Zahn- und Mundpflege bei Senioren und Menschen mit Behinderungen Tipps für pflegende Angehörige und Betreuer

Fotos: proDente e.V.

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Ob sich Menschen mit Behinderung die Zähne selber putzen, sie beim Putzen von einer anderen Person unterstützt werden oder sie komplett auf fremde Hilfe angewiesen sind: Motivation und Geduld, feste Rituale und die richtige Ausstattung können die Zahn- und Mundpflege fördern

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