Etwa 75 % der über 35-jährigen Patienten zeigen krankhafte Veränderungen am
Zahnfleisch. In der zweiten Lebenshälfte gehen etwa 50 % der Zähne durch
Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis) verloren!
Beachten Sie folgende Warnzeichen:
• Das Zahnfleisch blutet.
• Das Zahnfleisch ist gerötet und geschwollen.
• Unangenehmer Geschmack und Mundgeruch
• Die Zahnhälse sind empfindlich.
• Das Zahnfleisch geht zurück.
• Nahrungsreste bleiben zwischen den Zähnen zurück.
• Bildung von Zahntaschen
• Lockerung von Zähnen
• Die Zähne verändern ihren Standort.
• Die Zähne werden länger.
• Am Zahnfleischrand erscheinen Eiterungen.
Bemerken Sie bei sich eines oder mehrere dieser Signale, ist ein Zahnarzt-
besuch dringend anzuraten!
Wann tritt eine Zahnfleischentzündung auf?
Was kann ihren Verlauf verschlechtern?
• Nicht ausreichende Mundhygiene
• Stress
• Rauchen
• Unbehandelter Diabetes mellitus
• Veränderungen im Hormongleichgewicht
• Ungenügende und falsche Ernährung
• Übergewicht
• Hoher Alkoholkonsum
• Verstärktes Auftreten in der Familie (Erbfaktoren)
• Schlechte körperliche Verfassung
Wie kann die Entstehung einer Parodontitis verhindert werden?
• Gründliche Mundhygiene
Ihr/Ihre Zahnarzt/Zahnärztin und sein/Ihr Team werden Sie individuell beraten.
Ein Ihren Mundverhältnissen und vorhandenen Risiken angepasster Hygieneplan
wird ihnen in der Zahnarztpraxis empfohlen.
• Dazu gehört auch die Vermeidung der angeführten Risikofaktoren durch
Optimierung der Lebensführung.
• Bestehen allgemeine Erkrankungen, die eine Parodontitis verschlechtern bzw.
die von einer Parodontitis negativ beeinflusst werden, müssen diese von Ihrem
Hausarzt bzw. anderen Fachärzten behandelt werden, wie Diabetes, Herz-Kreislauf
Erkrankungen, Atemwegserkrankungen u.a
• Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen sind unbedingt einzuhalten.
• Als besonders wirksam hat sich eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung
durch den Zahnarzt oder eine Fachkraft für Prophylaxe erwiesen, da einige Be-
reiche im Mund beim häuslichen Zähneputzen sehr schlecht zugänglich sind. Die
Intervalle richten sich nach der individuellen Notwendigkeit.