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60 Jahre Schnuller = kiefergerechter Beruhigungssauger
(Zugeständnis unfähiger Eltern, die das Kind aus Bequemlichkeit
ruhig stellen?)
Zwei deutsche Zahnärzte, die häufig Kinder mit Kiefer- und Gebissfehlstellungen be-
handeln mussten, die durch das Daumenlutschen verursacht wurden, entwickelten
ein der Mutterbrust ähnelnden und der Gaumenform angepassten nachgiebigen Gummi.
Noch in den 1960iger Jahren wetterten Mediziner gegen das
„Wonnesaugen“, es ist gewissermaßen eine Bequemlichkeit
der Eltern und es wird der Grund zu einem pretiösen Charakter
gelegt, da das Kind bald merkt, dass es nur zu schreien braucht,
um befriedigt zu werden.
Aber so alt wie die Menschheit ist die Erkenntnis, dass Babys,
die nichts zu nuckeln haben, nervös werden und zum Schreien
neigen.
Wir finden schon bei den Ägyptern Vorläufer in Form von kleinen Tontieren, die
mit Honig gefüllt waren. Bis ins 19. Jahrhundert verwendete man sogenannte Zuzel,
kleine Leinwandläppchen, die mit Brei aus zerkautem Zwieback, Zucker und Wasser
(auch Branntwein!) gefüllt waren. Die ungenügende Hygiene ließ sie zu gärenden
und stinkenden Kugeln verkommen.
Die Folge war sofortiger Kariesbefall nach Durchbruch der ersten Zähne. Wir haben
schon die frühkindliche Karies, die uns heute durch das ständige Benutzen der
Kunststoffnuckelflaschen große Sorgen bereitet!
Aber die heutigen formgerechten Sauger haben den großen Vorteil, das Daumen-lutschen zu vermeiden. Den Sauger kann man zeitgerecht verwerfen, dazu gibt es
genügend Tricks. Den Daumen entwöhnen ist bedeutend schwieriger, es sei denn
er wird wie bei dem Daumenlutscher aus dem Struwwelpeter abgeschnitten!
Erwachsene sollten den Sauger nicht in den Mund nehmen, durch den Speichel
werden Karieserreger auf das Kind übertragen.
Der Schnuller sollte bis spätestens dem 3. Geburts-
tag abgeschafft sein, damit keine Kieferverformungen
und Zahnstellungsanomalien eintreten.
Ihr Zahnarzt wird sie gerne beraten!
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