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| Patienten / Patienteninfo |
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| Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . |
1 |
| Karies und Zahnfleischerkrankungen werden von Bakterien verursacht, welche auf der Oberfläche von Zähnen und Prothesen einen schmierigen, infektiösen, oft schlecht sichtbaren Belag bilden (Plaque). Gewisse Bakterien wandeln den Zucker aus der Nahrung in Säure um. Diese entmineralisieren den Zahnschmelz und führen mit der Zeit zur Entstehung eines Lochs (Karies). Die Plaque-Bakterien setzen auch Substanzen frei, die für den Zahnhalteapparat giftig sind: das Zahnfleisch entzündet und rötet sich, schwillt an und es kommt zu Zahnfleischbluten. Auch das knöcherne Zahnbett wird angegriffen und allmählich aufgelöst. Zunehmende Zahnlockerung und möglicherweise Zahnverlust sind die Folgen. |
Es gibt vier Grundmaßnahmen gegen Karies und die Zerstörung
des Zahnhalteapparates:
1. Ernährung: keine zuckerhaltige Speisen und
Süßigkeiten
zwischen den Hauptmahlzeiten
2. Entfernung der Speisereste: Bürsten oder Spülen
sofort
nach jeder Mahlzeit
3. Plaqueentfernung:
a) Zähnebürsten: entfernt den größten Teil der Plaque
(Ergänzung mit verschiedenen Hilfsmitteln)
b) antiseptische Lösungen: hemmen das Wachstum
der Bakterien
4. Fluoride: erhöhen die Wiedereinlagerung von
Mineralien
in den Zahnschmelz |
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| Zahnbelag (Plaque) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . |
2 |
Bakterieller Zahnbelag, auch Plaque genannt, ist ein schmieriger, infektiöser, oft schlecht sichtbarer Belag,
der auf Zähnen und Prothesen haftet. Er besteht
hauptsächlich aus Bakterien, die vorwiegend von Zuckern
aus der Nahrung leben.
Plaque ist in zweifacher Hinsicht gefährlich
- Karies
- Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Zahnfleisch, Bindegewebe, Knochen) |
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Plaque und Karies. |

Plaque und Erkrankung des Zahnhalteapparates (Parodontitis). |
| Ernährung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . |
3 |
Empfehlungen für eine zahngesunde Ernährung im Alter
1. Viel trinken
Viel trinken bedeutet mindestens 2 Liter Flüssigkeit pro Tag, eher mehr als weniger.
Um das trockene Gefühl im Mund zu verringern, sollte
man regelmäßig in kleinen Mengen Früchte- oder Kräutertee oder Mineralwasser trinken. Milch ist eigentlich kein Getränk, sondern ein Lebensmittel und führt zur Schleimbildung im Rachenraum. Buttermilch, Sauermilch, Kefir und Molke sind jedoch gute Calciumquellen. Fruchtsäfte sollten mäßig und wenn, dann in verdünnter Form konsumiert werden. Fruchtnektare, Fruchtsaftgetränke und gesüsste Limonaden sind hochverarbeitete Produkte, deren Zuckergehalt höher ist als der Fruchtanteil.
Empfehlen Sie:
– keine gesüßten Getränke zur Einnahme von
Medikamenten,
– jede Stunde etwas zu trinken,
– sichtbares Aufstellen von Getränken,
– immer ein Getränk zu den Mahlzeiten
anzubieten.
2. Maßhalten mit allen gärfreudigen Kohlenhydraten
Keine zuckerhaltigen Süßungsmittel verwenden, wie
z. B. Zucker,
Fruchtzucker, Traubenzucker, Honig oder
Sirup.
Auf versteckte Zucker achten, in z. B. Marmeladen,
Obstkonserven,
verpackten Süßigkeiten, Medikamenten.
"Süßes" sollte den Hauptmahlzeiten vorbehalten sein.
Empfehlen Sie:
– Zahnschonende Zwischenmahlzeiten, wie z. B. fein-
geschnittenes
Obst, weiche Käsewürfel, Milchmix-
getränke.
– Mit Zucker-Austauschstoffen hergestellten Süßwaren
den Vorzug zu geben. (z.B. Diabetiker Süßwaren) |
– Zuckerfreie Bonbons mit Anis, Fenchel und Salbei. Sie
regen den Speichelfluss an.
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Die mit diesem Signet versehenen Produkte
werden als zahnfreundlich bezeichnet.
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3. Kaufreundliche Speisen
Bei Kauproblemen fasrige Blattsalate, grobe Flocken, harte Krusten,
Nüsse, Marmelade mit Kernen, klebriges, frisches Weißbrot meiden.
Empfehlen Sie:
– Speisen, die ein Feedback geben, d.h. einen
leichten Kauanreiz bieten, z.B. zartes Gemüse,
Salzkartoffeln, weiches Obst, Hackfleisch.
– Speisen, die in mundgerechte Stücke geschnitten
sind. Sie benötigen weniger Kauarbeit und
können besser im Mund kontrolliert werden.
– Speisen, die den Speichelfluss fördern. Generell
gilt: Saure Speisen verursachen starken
Speichelfluss. Süße Speisen machen den
Speichel zäh.
– Nahrung nicht als Brei anbieten, sondern in
jedem Falle zum Kauen ermutigen.
4. Kleine Mahlzeiten zu festen Zeiten
Empfehlen Sie:
– Genügend Zeit zum Essen zu geben.
– Jeden Tag zur gleichen Zeit die gleiche Menge –
das ist wichtig, wenn die Leistung der verdauenden
Systeme eingeschränkt ist.
– Flüssigkeitsreiche Lebensmittel, z. B. Obst, Gemüse.
Ein einfühlsames und aufklärendes Gespräch über die Bedeutung einer
ausreichenden Flüssigkeitszufuhr kann helfen, die Trinkgewohnheiten
zu ändern.
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Für das Würzen von Speisen ist fluoridiertes, jodhaltiges Salz zu
empfehlen. |
| Warnzeichen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . |
4 |
Achten Sie bei der Mundpflege auf folgende Punkte:
- Schleimhäute und Zahnfleisch (a):
Blutungen, Schwellungen
- Weissliche, schmerzhafte Druckstelle (b), z.B. in der
Umschlagfalte des zahnlosen Kiefers, durch die
Prothese
verursacht – der Zahnarzt muss den Prothesenrand
korrigieren.
- Verfärbungen:
weiss, blau, schwarz oder braun an Schleimhäuten,
Zahnfleisch und Haut.
- Mundtrockenheit: stark erhöhte Anfälligkeit für Karies
und Schleimhauterkrankungen.
|
- Glatte, rot glänzende Zunge: möglicher Vitaminmangel.
- Weisse oder rote Schleimhäute (c):
Hinweis auf Pilzerkrankungen.
-
Die weissliche Veränderung im Mundboden ist eine Leukoplakie, die sich später zum Mundkrebs entwickeln kann (d).
- Bei Veränderungen der Mundschleimhaut immer einen (Zahn-)Arzt aufsuchen. |
a 
Blutung und Schwellung.
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b 
Schmerzhafte Druckstelle im Oberkiefer.
(Sammlung PD Dr. F.Müller, Mainz)
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c 
Mundpilz (Candida albicans, Mundsoor).
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d 
Leukoplakie.
(Sammlung Dr.Dr. M. Kunkel, Mainz)
|
| Risiken für die allgemeine Gesundheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . |
5 |
Zahnbelag (Plaque) führt zu:
- Karies
und
- Zahnfleisch- und Zahnbetterkrankungen
(Gingivitis und Parodontitis)
Wenn Karies und Parodontitis nicht behandelt werden, drohen chronische Entzündungsherde an den Wurzelspitzen oder in den Zahnfleischtaschen. Durch den Blutkreislauf können Bakterien aus diesen chronischen Infektionsherden in verschiedene Organe des Körpers
(wie zum Beispiel Herz, Niere oder Gelenke) gelangen. Ernsthafte Krankheiten wie Endokarditis, Glomerulo-Nephritis, akuter Gelenk-Rheumatismus können die Folge sein. Diese dentalen Infektionsherde können ausserdem Schmerzen sowie Abszesse, Phlegmone oder andere Infektionen im Kopfbereich (Augen, Nasennebenhöhlen), aber auch in Gelenken, Magen, Herz usw. hervorrufen. |

(Nach einem Schema von Zyma-Novartis AG, Nyon)
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| Handzahnbürsten/Elektrische Zahnbürsten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . |
6 |
Handzahnbürsten
Griff:
gerade oder gebogen (muss gut in der Hand liegen)
Bürstenkopf:
eher klein, abgerundete Formen
Borsten:
aus synthetischem Material, weich oder mittel mit
abgerundeten Borstenenden
Soll 1x monatlich ersetzt werden.
Nach dem Gebrauch immer mit kaltem Wasser gründlich
spülen, dann an der Luft trocknen lassen. |
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Elektrische Zahnbürsten
Sie sind besonders für Personen geeignet, die in ihrer
manuellen Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind,
für körperlich und geistig Behinderte, für geriatrische oder
auch für psychiatrisch-geriatrische Patienten.
Diese Patienten können häufig die elektrische Bürste
selbständig bedienen, oder das Pflegepersonal benutzt sie zur Zahnreinigung ihrer Patienten, wobei die Aufsteckbürsten
namentlich gekennzeichnet werden sollten.
Für bettlägerige Patienten ist eine aufladbare oder Batterie
betriebene Elektrozahnbürste geeignet. Die Bürstenköpfe
haben die gleichen Merkmale wie Handzahnbürsten.
Der Kopf der elektrischen Zahnbürste wird von Zahn zu Zahn
bewegt, ohne dass die für die Handzahnbürste üblichen
Bewegungen (auf und ab oder kreiseln) durchgeführt werden. |
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| Individuell angepasste Zahnbürsten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . |
7 |

Handgriff: Griff von einem Fahrrad oder aus einem
Stück Moosgummi- Schlauch hergestellt.
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Für Patienten mit beschränkten Bewegungsmöglichkeiten des Arms: 2 mit Klebeband aneinander geklebte Bürsten. |

In der Mitte durchstochener Tennisball.
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Bürste mit abgeschnittenem Griff als Verlängerung des Fingers. Zum Festhalten ein oder zwei Ringe aus Klettband an den Bürstengriff geklebt.
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Griff abgesägt, auf den Griff einer zweiten geklebt
und mit Klebeband gesichert.
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Spezialbürste aus dem Fachhandel.
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| Reinigung der Zahnzwischenräume . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . |
8 |

Spiralförmige Bürstchen zur Befestigung auf einem Handgriff zur Reinigung breiter Zahnzwischenräume
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Spiralförmige Bürstchen für den Handgebrauch
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Zahnseide (Superfloss) verwenden. Interdental-
bürstchen ohne Zahnpaste benützen.
Für die Reinigung der Zahnzwischenräume sind Brush-Sticks
aus Kunststoff Zahnstochern aus Holz vorzuziehen. |
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| Zahnpasten und Fluoridgelées . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . |
9 |
Fluoridhaltige Zahnpasten zur Kariesprophylaxe
(0,1 bis 0,15% Fluorid)

Für bezahnte und teilbezahnte Patienten geeignet.
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(Fluoridhaltige) Zahnpasten zum
Schutz sensibler Zähne

Zur empfehlen bei freiliegenden Zahnhälsen.
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Fluoridhaltige Zahnpasten bei
Zahnfleischentzündungen

Zu empfehlen bei Entzündungen des Zahnfleisches.
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Fluoridhaltige Gelées
(1,25% Fluorid, apotheken- bzw. verschreibungspflichtig)
Für die Ergänzung der Kariesvorbeugung mit
fluoridhaltigen Zahnpasten. In der Regel werden sie,
soweit nicht anders verordnet, einmal wöchentlich
(auf der Zahnbürste) angewendet.
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| Mundspüllösungen und antiseptische Produkte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . |
10 |

1x täglich mit 10 ml für 30 Sekunden spülen.
Ausspucken und nicht mit Wasser nachspülen.
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Fluoridhaltige Mundspüllösungen zur
Kariesprophylaxe (alkoholfrei)
– in Ergänzung zum täglichen Zähneputzen. |

1 – 2x täglich oder nach Verordnung anwenden.
|
Antiseptische Produkte
– für eine zeitlich begrenzte Anwendung, zum Beispiel vor
und nach einer Zahnextraktion, oder bei
prothesenbedingten Entzündungen. – werden i.d.R. vom Zahnarzt verordnet
(apothekenpflichtig). – Anwendungsarten
– als Spray (Hexetidin)
– als Spüllösung (Chlorhexidin)
– auf einen Gazetupfer aufgetragen
– als Gel (auf Zähne und Prothesenklammer); ohne Abb.
– Chlorhexidinhaltige Produkte müssen vor Hitze
geschützt aufbewahrt werden.
|

Arzneimittel zur Behandlung von Erkrankungen
des
Mund- und Rachenraumes. Kosmetikum zur
Behandlung
von Entzündungen des Zahnfleisches
und Zahnbettes.
|
Produkte zur Gingivitisprophylaxe
und Entzündungshemmung
Kamillosan® Konzentrat (apothekenpflichtig)
Zum Mundspülen und Gurgeln. Leicht antiseptisch,
geeignet auch nach Zahnextraktionen
meridol® Mundspül-Lösung (Kosmetikum, alkoholfrei)
Schützt vor Gingivitis, Parodontitis und Stomatitis.
Zur täglichen Anwendung.
Natriumbikarbonat/Salzwasser
Leicht antiseptisch, kann längerfristig angewendet
werden. Ein Kaffeelöffel auf ein Glas lauwarmes Wasser.
Nicht bei Patienten mit salzloser Diät verwenden.
|
| Mundhygiene/Zähnebürsten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . |
11 |
Mundhygiene/Zähnebürsten
Nach jeder Mahlzeit, mindestens einmal pro Tag.
A Patienten, die imstande sind, ihre Zähne zu bürsten
Man sollte den Patienten keine völlig neue Zahnputz-
technik
aufzwingen; es genügt meistens, offensichtlich
ungünstige
Gewohnheiten zu korrigieren. Dazu gehören
horizontale Bewegungen,
die durch «auf und ab» oder
kleine, kreiselnde
Bewegungen ersetzt werden sollten
(Borsten senkrecht zur Zahnoberfläche und
zum Zahnfleisch).
B Patienten, die außerstande sind, ihre Zähne zu bürsten
|
|

Zahnbürste richtig halten.
Den Kopf mit einem Arm
gut
festhalten, gleichzeitig
auch
den Unterkiefer.
In diesem Fall
dient ein
gerolltes Tüchlein
rechts
zwischen den Zähnen als
Mundöffner. |

Die Zahnbürste senkrecht
zu
Zahnoberfläche und
Zahnfleisch
ansetzen und
kleine Kreisbewegungen
ausführen. |

Die gleiche Verfahrensweise gilt
für die Innenflächen,
aber die
Bürste ist schräg
anzusetzen. |

Falls der Patient den Mund
nicht öffnen kann oder will,
den
Daumen in der
Umschlagfalte
des
Unterkiefers ansetzen und
nach unten drücken.
Sodann ein
gerolltes Tuch
zwischen die Zähne
schieben,
um den Mund
offen zu halten. |
| |
C Falls das Zähnebürsten nicht möglich ist

1x pro Tag fluoridhaltiges Gelée oder chlorhexidinhaltiges Gel mit
dem Finger auf die Zähne (Zungenseite und Wangenseite) auftragen.
Abwechslungsweise 1 Woche fluoridhaltiges Gelée, 1 Woche chlorhexidinhaltiges
Gel. |
| Mundhygiene/Zähnebürsten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . |
12 |
D Mundpflege am Krankenbett

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Sofern möglich, gleiche Bürsttechnik anwenden, wie auf vorhergehender
Seite beschrieben. |
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Wenn das Zähnebürsten nicht möglich ist, wie folgt vorgehen:
2x pro Tag Zähne, Zahnfleisch und Schleimhäute mit einem
Gazetupfer reinigen, der mit Natriumbicarbonat, Kamillosan® oder meridol® getränkt ist.
Nach dieser Reinigung kann man die Schleimhäute beispielsweise
mit milden ätherischen Tinkturen (Salbei, Myrrhe, Pfefferminz)
benetzen und die Lippen fetten (Panthenol, Vaseline).
Dies gilt vor allem bei Patienten, die nicht spülen können
und trockene Schleimhäute und Lippen aufweisen.
Bei Patienten, die unter Mundtrockenheit leiden, empfiehlt
sich die Benutzung von speziellen Mund- und Rachentherapeutika.
Diese Mundhygienemassnahmen sind auch bei Patienten
durchzuführen, die durch eine Magensonde ernährt
werden.
|
| |
Mittel für die Mundhygiene der Patienten
– Zahnbürste (vorzugsweise elektrische)
– fluoridhaltige Zahnpaste
– Nierenschale
– wenn vorhanden Fricar-Aseptor (Pumpe), um
überschüssige
Mundflüssigkeit abzusaugen
– Natriumbicarbonat, Kamillosan®, meridol® oder andere
Mundspüllösungen (evtl. chlorhexidinhaltige Produkte)
– milde ätherische Tinkturen für die Schleimhäute
– Vaseline oder Panthenol für die Lippen |
| Prothesenreinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . |
13 |
Warum
müssen Prothesen gereinigt werden? |
|
| Damit der Zahnbelag entfernt wird, der sich sowohl auf
dem Kunststoff oder dem Metall der Prothese als auch auf
den künstlichen Zähnen ablagert. Wird diese Reinigung
vernachlässigt, kommt es zu Zahnstein, Mundgeruch und es
drohen Komplikationen wie Mundpilz und offene Stellen,
die sich zusätzlich infizieren können. |

Mit einer speziellen Prothesenbürste und flüssiger Seife reinigen.
Möglichst Handschuhe verwenden. Nach der Reinigung gut spülen. |
Wie
werden die Prothesen gereinigt? |
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Das Waschbecken zur Hälfte mit Wasser füllen, um zu verhindern, dass
die Prothesen beim Fallenlassen zu Bruch gehen. |

Ein Tuch in das Waschbecken legen. |
| Für Heime und Krankenhäuser empfiehlt sich die Anschaffung
eines Ultraschallgerätes für die Reinigung der Prothesen. |
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Wann
reinigt man die Prothesen?
Nach jeder Mahlzeit:
Speisereste mit einer Prothesenbürste entfernen und Prothesen
unter fließendem Wasser abspülen.
Einmal am Tag:
Die Innen- und Aussenseite der Prothesen mit einer Prothesenbürste
gründlich reinigen. |
| Prothesenreinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . |
14 |
| Während der Nacht |
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Mit beiden Daumen: Prothese anheben oder daran ziehen, wenn
möglich ohne an eventuell vorhandenen Klammern zu ziehen. |
Die meisten Prothesenträger sollten ihre Prothesen nachts
herausnehmen, gut reinigen und in einem Glas mit Wasser
oder einer antiseptischen Lösung aufbewahren.
Am nächsten Morgen nochmals gut spülen, bevor man sie
wieder in den Mund setzt.
In bestimmten Fällen – zum Beispiel bei speziellen Prothesen
– sollten diese dagegen auch nachts getragen werden:
unbedingt den Zahnarzt fragen!
Die üblichen Prothesenreiniger sind nicht besonders wirksam
gegen die Bakterien der Plaque und können unter Umständen
Farbveränderungen an den Prothesen verursachen.
Falls die Schleimhaut unter der Prothese entzündet ist (Stomatitis)
oder Mundpilz entdeckt wird, ist ebenfalls sofort der
Zahnarzt zu benachrichtigen. |
| |
Mundpflege |

Mit beiden Zeigefingern: gleiches Vorgehen. |
Zusätzlich zur Prothesenreinigung ist es notwendig, den
Mund zu spülen und die Kieferkämme, eventuell auch den
Gaumen sowie die Zunge mit einer weichen Zahnbürste (vorher
mit warmem Wasser benetzen) zu reinigen. Die Art der
Mundspüllösung und der zusätzlichen Maßnahmen hängt
vom Mundhygieneniveau und dem Zustand des Patienten ab
(siehe Seiten 10 und 12). |
| |
Haftpulver, Haftcreme und Prothesenreinigung
Diese Hilfsmittel werden vom Zahnarzt nur für diejenigen
Patienten verordnet, bei denen weder Unterfütterungen der
alten Prothese vorgenommen noch eine neue Prothese angefertigt
oder ein besserer Sitz der Prothesen nicht erreicht
werden kann. Bei Mundtrockenheit ist die Anwendung einer
Haftcreme dem Haftpulver vorzuziehen.
Bevor erneut Haftcreme oder Haftpulver aufgetragen wird,
müssen die Prothesen und die Schleimhaut gründlich gereinigt
werden. |
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| Eigene Bezugsquellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . |
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| Erzeugnis |
Markenname |
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Lieferant |
| Zahnbürste |
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| Zahnpaste zur Kariesprophylaxe |
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| Zahnpaste für sensible Zähne |
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| Zahnpasta bei Zahnfleischproblemen |
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| Gelée mit Fluorid |
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| Elektrische Zahnbürste |
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| Mundspüllösung |
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| Haftcrème, Haftpulver und |
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| Prothesenreinigung |
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| Prothesenbürste |
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| Zahnzwischenraumreinigung |
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| Produkte zur Gingivitisprophylaxe |
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| und Entzündungshemmung |
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| Antiseptika |
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Handbuch der Mundhygiene
«Zähne, Zahnfleisch, Alter und Krankheit»:
Regional über die (Landes)Zahnärztekammern
oder:
Bundeszahnärztekammer
Chausseestrasse 13
10115 Berlin
Fax: 030 – 4000 5 159
E-mail: info@bzaek.de |
| Sponsorennachweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . |
15a |
| Erzeugnis |
Markenname |
Lieferant |
| Zahnbürste |
Colgate Total Professional |
Colgate Palmolive GmbH |
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elmex inter X Sensitive |
GABA GmbH |
| |
elmex inter X Kurzkopf |
GABA GmbH |
| |
Oral B Cross Action |
Gillette GmbH & Co. oHG |
| |
Oral B Indicator |
Gillette GmbH & Co. oHG |
| Zahnpaste zur Kariesprophylaxe |
Colgate Total Fresh Stripe |
Colgate Palmolive GmbH |
| |
aronal |
GABA GmbH |
| |
elmex |
GABA GmbH |
| |
blend-a-med complete plus |
Procter & Gamble GmbH |
| |
Oral B Zendium |
Gillette GmbH & Co. oHG |
| Zahnpaste für sensible Zähne |
elmex SENSITIVE Zahnpasta |
GABA GmbH |
| |
Oral B sensitive |
Gillette GmbH & Co. oHG |
| |
Fluorigard Gel-Kam |
Colgate Palmolive GmbH |
| Zahnpaste bei Zahnfleischproblemen |
Colgate Total |
Colgate Palmolive GmbH |
| |
meridol |
GABA GmbH |
| Gelée mit Fluorid |
elmex gelée |
GABA GmbH |
| Elektrische Zahnbürste |
Braun Oral B 3D Excel |
Gillette GmbH & Co. oHG |
| |
Colgate ACTIBRUSH |
Colgate Palmolive GmbH |
| Mundspülung zur |
elmex Sensitive Zahnspülung |
GABA GmbH |
| und Prothesenreinigung |
elmex Kariesschutz Zahnspülung |
GABA GmbH |
| |
Oral B Sensitive Mundspülung |
Gillette GmbH & Co. oHG |
| Haftcrème, Haftpulver |
blend-a-dent Super-Haftcreme |
Procter & Gamble GmbH |
| und Prothesenreinigung |
blend-a-dent Super-Haftpulver |
Procter & Gamble GmbH |
| |
blend-a-dent 2-Phasen Ultra |
Procter & Gamble GmbH |
| |
Reinigungstabletten |
|
| |
blend-a-dent Hygienic |
Procter & Gamble GmbH |
| Prothesenzahnbürste |
Oral B Prothesenbürste |
Gillette GmbH & Co. oHG |
| Spiralbürste für |
Oral B Interdental-Set |
Gillette GmbH & Co. oHG |
| Zahnzwischenräume |
Oral B Interdental Nachfüllpackung |
Gillette GmbH & Co. oHG |
| Produkte zur Gingivitisprophylaxe |
Kammillosan Konzentrat |
Viatris GmbH & Co. oHG |
| und Entzündungshemmung |
Meridol Mundspül-Lösung |
GABA GmbH |
| Antiseptika |
Hexoral-Spray |
Pfizer Consumer Healthcare GmbH |
| |
Periogard Chlorohex 2000 Mundspülung |
Colgate Palmolive GmbH |
| |
Oral B Chlorhexidin-Spülung |
Gillette GmbH & Co. oHG |
| |
Handbuch der Mundhygiene
«Zähne, Zahnfleisch, Alter und Krankheit»:
Regional über die (Landes)Zahnärztekammern
oder:
Bundeszahnärztekammer
Chausseestrasse 13
10115 Berlin
Fax: 030 – 4000 5 159
E-mail: info@bzaek.de |
| Hilfe/Notfälle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . |
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Namen/Adresse |
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Telefon |
| Ambulanz |
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| Arzt |
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| Zahnmedizinischer |
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| Notfalldienst |
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| Zahnarzt (z.B. |
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| Patenzahnarzt |
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| Zahnarzt-Praxis |
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| Patientenberatungsstelle |
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| der (Landes)Zahnärztekammer |
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| Verschiedenes |
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| Copyright . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . |
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Die französische und die italienische Version (1991) dieses
Handbuchs wurden erarbeitet durch:
Dr.med. dent. Michel Deslarzes
Susan Padrutt, Dentalhygienikerin
Prof.Dr. med. dent. Philippe de Crousaz (Psychiatrische
Institutionen der Universität Genf, IUPG)
(Zahnärztliche Poliklinik der Universität Genf, PUMD,
Leitung Dr.med. dent. Daniel Cotting)
(Abteilung für Epidemiologie, Zahn-, und Mundhygiene,
Zahnmedizinisches Institut der medizinischen Fakultät an
der Universität Genf).
Nach einem Handbuch für Mundhygiene des Gesundheitsministeriums,
Denver, Colorado (USA).
In Zusammenarbeit mit Dr.med. dent. Giorgio Menghini,
Station für Orale Epidemiologie des Zentrums für Zahn-,
Mund- und Kieferheilkunde der Universität Zürich,
sowie Liliane Marcos, Zahnmedizinische Assistentin (IUPG)
und Pierre-Yves Vallon, Fotograf (IUPG).
Deutschsprachige Version (Schweiz) in Zusammenarbeit mit
SDVH (Schweizerischer Dentalhygienikerinnen-Verband).
Deutschsprachige Version (Deutschland) überarbeitet von:
Dr. J. Junge (Referat f. Alters- und Behinderten Zahnheilkunde
der BZÄK)
Dorothee Neuhoff (ZÄK Westfalen-Lippe)
Elisabeth Schulze-Entrup (ZÄK Westfalen-Lippe)
Josef Eckert, Fotograf (ZZMK der Charité, Berlin)
Gesamtbearbeitung: Dr. S. Ziller MPH (BZÄK) |
Herausgegeben mit Unterstützung von:
Colgate-Palmolive GmbH
GABA GmbH
Gillette GmbH & Co. oHG
Pfizer Consumer Healthcare GmbH
Procter & Gamble GmbH
Viatris GmbH & Co. KG
Druck: Köllen Druck+Verlag GmbH, Bonn+Berlin, 2002
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Bezug Handbuch:
Regional über die
(Landes)Zahnärztekammern
oder:
Bundeszahnärztekammer
Chausseestrasse 13
10115 Berlin
Fax: 030 – 4000 5 159
E-mail: info@bzaek.de |
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Copyright: Bundeszahnärztekammer © BZÄK 2002 |
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