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03.04.2017

Neue Zahnrettungsboxen für 1.000 Schulen in Sachsen-Anhalt

 

Mit sogenannten Zahnrettungsboxen statten die Zahnärztekammer und die Techniker Krankenkasse (TK) sZahnrettungsboxen 2017eit Anfang April bereits zum vierten Mal Schulen in Sachsen-Anhalt aus. Erstmals geschieht dies in Kooperation mit dem Bildungsministerium des Landes Sachsen-Anhalt, so dass in diesem Jahr insgesamt rund 1.000 Grund- und Sekundarschulen sowie Förderschulen im Bundesland von der Aktion profitieren.

   

 

In der Sekundarschule „Am Fliederweg“ in Halle (Saale) gaben Bildungsminister Marco Tullner (CDU), Kammerpräsident Dr. Carsten Hünecke sowie Jens Hennicke, Leiter der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt, am 3. April 2017 gemeinsam den Startschuss für die Verteilung der kleinen Gläschen in der Region Halle.

 

„Zähne zu retten ist eigentlich das Tagewerk jedes Zahnarztes. Ausgeschlagene Zähne aber sind auch für den Fachmann eine Herausforderung, und es ist ein besonderes Erfolgserlebnis, wenn alle Faktoren so gut zusammenspielen, dass Zähne dauerhaft wieder eingepflanzt werden können. Die Zahnrettungsbox ist dafür ein wichtiges Hilfsmittel“, sagte Kammerpräsident Dr. Carsten Hünecke bei der Übergabe der Boxen in Halle.


„Gesundheitsmanagement und Prävention gehören ganz selbstverständlich zur Schule. Ich bin der Zahnärztekammer und der TK daher dankbar, dass es auch in diesem Jahr gelungen ist, Zahnrettungsboxen flächendeckend an die Schulen in Sachsen-Anhalt zu bringen, sagte Marco Tullner, Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt. Jens Hennicke, Leiter der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt: „Die Techniker Krankenkasse setzt sich mit vielen Projekten für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ein. Deshalb unterstützen wir auch in diesem Jahr – und damit nun schon zum vierten Mal – die Aktion der Zahnärztekammer“, kommentiert Hennicke das erneute Engagement seiner Kasse.


Die vor drei Jahren an rund 600 Grundschulen verteilten Boxen haben sich bewährt: Mindestens 50 Stück sind in diesem Zeitraum zum Einsatz gekommen (Rückmeldungen der Schulen an die Zahnärztekammer). Unfallort war in rund der Hälfte der Fälle der Schulhof (54 Prozent), gefolgt vom Schulhaus (30 Prozent) und der Turnhalle (acht Prozent). Vier von fünf Unfällen (80 Prozent) passierten in der Pause. Nur drei Mal gab es einen Unfall im Sportunterricht (sechs Prozent).


In Mitleidenschaft gezogen wurden nach Einschätzung der Schulen insgesamt 56 Zähne. Ein Fünftel davon (20 Prozent) wurden ausgeschlagen, bei den anderen brachen Teile ab. Betroffen waren erwartungsgemäß vor allem die oberen Frontzähne (84 Prozent), seltener die unteren Frontzähne (14 Prozent). Ohne die sachgemäße Handlungsweise in der Schule – Suchen des Zahnes beziehungsweise Zahnteiles, sofortige Lagerung in der Zahnrettungsbox und Aufsuchen des Zahnarztes – hätten die betroffenen Kinder aufwändige Sanierungsmaßnahmen erdulden müssen. Ein von Zahnärztekammer und TK gestaltetes Poster wird gemeinsam mit den Boxen an den Schulen verteilt und erklärt, was bei der Zahnrettung zu beachten ist.


Bei einem ausgeschlagenen und nicht wieder replantierten bleibenden Zahn lautet die Alternative entweder, den Lückenschluss mit kieferorthopädischen Maßnahmen herbeizuführen, oder mit Hilfe einer Klebebrücke den fehlenden Zahn so lange zu ersetzen, bis nach Abschluss des Gebisswachstums ein Implantat möglich ist. Ein abgebrochenes Zahnstück lässt sich in der Regel mit speziellem Material wieder ankleben. Der Zahn kann, gut gepflegt, so ein Leben lang erhalten bleiben.

 

 

 

 

 

 

 

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